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Hamas Geheimtreffen mit französischen Vertretern: Paris gerät wegen möglicher Terror Legitimierung unter Druck


Ein Bericht aus der arabischen Presse belastet Frankreich schwer. Sollten französische Vertreter tatsächlich mit Hamas-Funktionären über politische Zukunftsfragen gesprochen haben, wäre das ein Skandal.

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Frankreich gerät nach einem Bericht der saudischen Zeitung Asharq Al-Awsat unter massiven Druck. Demnach sollen führende Mitglieder des politischen Büros der Hamas kürzlich ein streng geheimes Treffen mit einer französischen Delegation abgehalten haben. Der Ort wurde nicht genannt, das Gespräch soll aber in einem Land des Nahen Ostens stattgefunden haben. Zur Delegation sollen nach Darstellung des Berichts aktuelle und frühere Diplomaten sowie Abgeordnete aus Regierungs- und Oppositionsparteien gehört haben.

Sollte sich diese Darstellung bestätigen, wäre das kein diplomatischer Nebenvorgang, sondern ein politischer Skandal. Die Hamas ist eine Terrororganisation. Sie verantwortet das Massaker vom 7. Oktober 2023, die Verschleppung von Geiseln, den Raketenkrieg gegen Israel und die fortgesetzte Terrorherrschaft im Gazastreifen. Wer mit ihr über politische Zukunftsfragen spricht, verschafft ihr genau das, was sie nach dem 7. Oktober dringend sucht: Legitimität, Gesprächswert und die Rückkehr an den Rand der internationalen Diplomatie.

Nach Angaben von Asharq Al-Awsat beschrieben zwei palästinensische Quellen das Treffen als streng geheim. Eine Quelle soll aus zivilgesellschaftlichen Kreisen stammen, die Kontakte zu Frankreich und anderen europäischen Staaten unterhalten. Eine weitere Quelle soll einer palästinensischen Organisation nahestehen, die mit der Hamas verbunden ist. Laut dem Bericht bestätigten auch zwei Hamas-Funktionäre das Treffen, äußerten sich jedoch nicht zu Einzelheiten.

Inhaltlich soll es um innerpalästinensische Fragen, Versöhnung zwischen palästinensischen Lagern und einen politischen Prozess zur Beendigung des Konflikts mit Israel gegangen sein. Auch die Unterstützung eines palästinensischen Staates innerhalb der sogenannten Grenzen von 1967 sei angesprochen worden. Gemeint sind die Waffenstillstandslinien vor dem Sechstagekrieg, nicht international anerkannte Staatsgrenzen. Für Israel ist das keine akademische Formel. Es geht um Verteidigungsfähigkeit, strategische Tiefe und die Lehre aus einem Massaker, das von einer Terrororganisation unmittelbar an Israels Grenze vorbereitet wurde.

Genau hier liegt der Kern des Problems. Niemand bestreitet, dass Staaten in Geiselfragen oder bei humanitären Notlagen indirekte Kanäle nutzen können. Aber ein Gespräch über politische Ordnung, Versöhnung und künftige Grenzen ist etwas anderes. Das wäre keine Notfallkommunikation, sondern politische Einbeziehung. Wer die Hamas in solche Gespräche holt, schwächt nicht den Terror, sondern wertet ihn auf.

Frankreich hat sich seit dem 7. Oktober als besonders lauter Befürworter einer palästinensischen Staatlichkeit positioniert. Paris stellt diesen Kurs als Beitrag zu einer politischen Lösung dar. Doch eine Lösung kann nicht auf der Aufwertung jener Organisation beginnen, die den Gazastreifen in eine Terrorbasis verwandelt hat. Eine palästinensische Zukunft ohne Hamas entsteht nicht dadurch, dass europäische Vertreter mit Hamas-Funktionären über die Zukunft sprechen.

Paris muss deshalb offenlegen, ob das Treffen stattgefunden hat, wer daran teilnahm, welches Mandat bestand und ob staatliche Stellen informiert waren. Wenn französische Vertreter tatsächlich mit Hamas-Führern über politische Zukunftsfragen gesprochen haben, wäre das ein Schlag gegen Israel, gegen die Opfer des 7. Oktober und gegen jede ernsthafte Terrorbekämpfung.

Eine aktuelle öffentliche Reaktion aus Paris auf den neuen Bericht lag zunächst nicht vor. Frankreich hatte allerdings bereits 2025 bei früheren Berichten über geheime Kontakte zur Hamas entschieden widersprochen und erklärt, Hamas müsse entwaffnet und aus jeder politischen Zukunft Gazas ausgeschlossen werden. Genau an dieser früheren Aussage wird Paris sich nun messen lassen müssen.

Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Dienstag, 23. Juni 2026

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