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Mamdani Lager gewinnt in New York: Kandidatin mit radikalen Israel Aussagen steht vor Einzug in den Kongress


Darializa Avila Chevalier hat in New York einen erfahrenen Demokraten geschlagen. Ihre Aussagen zu Israel zeigen, wie weit der linke Flügel der Partei inzwischen gerückt ist.

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In New York hat der linke Flügel der Demokratischen Partei einen weiteren Erfolg erzielt, der weit über einen einzelnen Wahlkreis hinausreicht. Darializa Avila Chevalier, unterstützt vom sozialistischen New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani, gewann die demokratische Vorwahl im 13. Kongressbezirk gegen den langjährigen Abgeordneten Adriano Espaillat. In einem klar demokratisch geprägten Bezirk dürfte dieser Sieg praktisch den Weg nach Washington öffnen. Damit steht eine Kandidatin vor dem Einzug in den Kongress, deren frühere und aktuelle Positionen zu Israel in jüdischen Gemeinden und bei proisraelischen Demokraten für erhebliche Unruhe sorgen.

Nach israelischen Medienberichten gehört Chevalier zu jener neuen Generation progressiver Kandidaten, die Israel nicht mehr nur scharf kritisieren, sondern dessen Legitimität grundsätzlich infrage stellen. N12 berichtet, ihr sei in früheren Äußerungen die Aussage zugeschrieben worden: „Israel existiert nicht.“ Zudem habe sie sich geweigert, klar zu sagen, dass Israel ein Existenzrecht habe. Solche Sätze liegen nicht mehr im Bereich normaler Kritik an einer Regierung. Sie richten sich gegen den Staat selbst, und zwar gegen den einzigen jüdischen Staat der Welt.

Chevalier ist keine isolierte Einzelkandidatin. Ihr Sieg ist Teil einer breiteren Verschiebung in New York. Neben ihr gewannen auch Claire Valdez und Brad Lander, ebenfalls unterstützt von Mamdani. Alle drei Erfolge zeigen, dass Mamdanis politisches Lager nicht nur im Rathaus Einfluss ausübt, sondern gezielt versucht, die demokratische Partei in New York nach links zu verschieben. Israel ist dabei kein Nebenthema. Es ist eines der sichtbarsten Identifikationsmerkmale dieser Strömung.

Besonders belastend ist Chevaliers Nähe zu antiisraelischen Protestmilieus. Sie nahm an der pro-palästinensischen Zeltprotestbewegung an der Columbia University teil und unterstützte nach Berichten entsprechende Mobilisierungen. Noch schwerer wiegt ihre Teilnahme an einer Demonstration am 8. Oktober 2023, also nur einen Tag nach dem Hamas-Massaker in Israel. Bei dieser Kundgebung wurden nach Berichten Reden gehalten, die den Terror der Hamas verherrlichten oder als „Widerstand“ einordneten. Während israelische Familien noch nach Ermordeten, Verschleppten und Vermissten suchten, wurde in New York bereits die moralische Umdeutung der Täterseite betrieben.

Chevalier verteidigte ihre Teilnahme später mit dem Hinweis, sie habe sich seit langem für palästinensische Menschenrechte eingesetzt und eine harte israelische Reaktion befürchtet. Doch genau diese Erklärung zeigt das Problem. Am Tag nach dem 7. Oktober stand nicht irgendeine politische Streitfrage im Raum, sondern ein beispielloser Terrorangriff auf israelische Zivilisten. Wer in dieser Lage zuerst auf der Straße steht, um gegen Israel zu demonstrieren, setzt ein klares Signal. Nicht jedes Eintreten für Palästinenser ist antisemitisch. Aber wer unmittelbar nach einem Massaker an Juden und Israelis die Anklage gegen Israel in den Mittelpunkt stellt, muss sich nicht wundern, wenn jüdische Menschen darin keine Menschenrechtsgeste erkennen, sondern eine politische Kälte, die sie aus der eigenen Stadt längst kennen.

Chevalier besiegte Adriano Espaillat, einen erfahrenen Abgeordneten und Vorsitzenden des Congressional Hispanic Caucus. Espaillat galt als Ziel des progressiven Lagers auch wegen seiner Kontakte zu proisraelischen Gruppen wie AIPAC. Genau hier zeigt sich ein weiteres Muster. Wer Israel unterstützt oder mit proisraelischen Organisationen zusammenarbeitet, wird in Teilen der neuen Linken nicht mehr als politischer Gegner behandelt, sondern als moralisch verdächtig. Aus normaler Lobbykritik wird schnell die Erzählung vom unzulässigen israelischen Einfluss. Gerade in einer Stadt mit einer der größten jüdischen Gemeinden der Welt ist diese Entwicklung gefährlich.

Die demokratische Partei steht damit vor einem Problem, das sie lange unterschätzt hat. In New York kann ein Kandidat heute mit offen antiisraelischer Sprache gewinnen. In anderen Teilen der USA kann dieselbe Sprache jüdische Wähler entfremden, moderate Demokraten abschrecken und Republikanern Munition liefern. Doch für Israel ist die parteitaktische Frage zweitrangig. Entscheidend ist, dass im nächsten Kongress mehr Stimmen sitzen könnten, die Militärhilfe für Israel blockieren, Israel als Apartheidstaat beschimpfen oder das Existenzrecht des jüdischen Staates relativieren.

Der Sieg Chevaliers zeigt, wie weit sich die politische Sprache seit dem 7. Oktober verschoben hat. Früher hätte die Aussage, Israel existiere nicht oder habe kein klares Existenzrecht, eine Kandidatur schwer belastet. Heute kann sie in bestimmten Milieus sogar als Ausweis moralischer Radikalität funktionieren. Wer gegen Israel härter spricht, gilt dort nicht als Extremist, sondern als konsequent. Wer die Hamas nicht klar genug verurteilt, verliert nicht zwingend Unterstützung. Wer aber AIPAC erwähnt, kann einen Gegner zum Feindbild machen.

Für jüdische Wähler in New York ist das kein abstrakter Richtungsstreit. Es geht um die Frage, ob ihre politische Heimat ihnen noch Schutz bietet oder ob sie in Teilen der eigenen Partei zunehmend als störender Restbestand eines alten demokratischen Konsenses gelten. New York war lange ein Zentrum jüdischen Lebens und demokratischer Politik. Nun wächst dort eine Strömung, die Israel nicht als bedrohten demokratischen Verbündeten sieht, sondern als Hauptgegner ihrer außenpolitischen Moral.

Mamdani kann diesen Erfolg als Machtdemonstration verbuchen. Für Israels Unterstützer ist er ein Warnzeichen. Wenn Kandidaten mit dieser Nähe zu antiisraelischen Protesten und solchen Aussagen über Israel in den Kongress einziehen, verändert sich die Debatte in Washington nicht am Rand, sondern im Zentrum der Demokratischen Partei.

Der Fall Chevalier zeigt: In New York wird Israelhass nicht mehr nur auf der Straße laut. Er gewinnt Vorwahlen.

Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Donnerstag, 25. Juni 2026

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