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Antiisraelischer Protest in Manhattan: Terror-Symbolik vor Jerusalem-Veranstaltung


In New York wurde eine Immobilienveranstaltung der Stadt Jerusalem von antiisraelischen Aktivisten bedrängt. Die Parolen richteten sich nicht nur gegen einzelne Projekte, sondern gegen Israels Anspruch auf Jerusalem selbst.

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Vor dem Hilton Midtown in Manhattan kam es am Donnerstag zu einem antiisraelischen Protest gegen eine Immobilienveranstaltung der Stadt Jerusalem. Die Veranstaltung unter dem Titel „Jerusalem. Your Home. Your Future.“ wurde von Jerusalems Bürgermeister Moshe Lion begleitet und sollte Interessenten über Wohnprojekte in Israels Hauptstadt informieren. Nach Angaben der Veranstalter wurden Bauprojekte und Wohneinheiten vorgestellt, die sich bereits in der Entwicklung befinden. Rund 1.000 Teilnehmer wurden erwartet.

Der Protest richtete sich jedoch nicht nur gegen einzelne Immobilienprojekte. Aktivisten bestritten offen Israels Kontrolle über Jerusalem und bezeichneten die Stadt als palästinensisches Land. Nach Angaben der Jerusalem Post waren bei der Demonstration Vertreter des Netzwerks PAL-Awda NY/NJ beteiligt. Auf online verbreiteten Bildern und Videos soll eine Fahne der Terrororganisation Volksfront zur Befreiung Palästinas zu sehen gewesen sein. Zudem trug ein Aktivist offenbar eine Kopfbedeckung mit einem sogenannten Märtyrerbild eines getöteten Kämpfers des Palästinensischen Islamischen Dschihad.

Die Slogans zeigten, worum es politisch ging. Demonstranten riefen unter anderem: „From the water to the water, Palestine is Arab“ und „Brick by brick, wall by wall, Zionism will fall“. Solche Parolen sind keine normale Kritik an Bauprojekten. Sie stellen Israels Existenz und jüdische Selbstbestimmung grundsätzlich infrage. Auch die Anwesenheit von Symbolik terroristischer Organisationen zeigt, wie schnell sich angeblicher Protest gegen Immobilien in offene Feindseligkeit gegen Israel verwandelt.

Berichten zufolge kam es auch zu Auseinandersetzungen mit der Polizei um Sicherheitsbarrieren. Die Veranstaltung war aus Sicherheitsgründen erst zwei Tage vorher mit genauem Ort bekanntgegeben worden. Trotzdem gelang es den Aktivisten, Unterstützer zu mobilisieren. Bereits Anfang Mai waren ähnliche Immobilienveranstaltungen in New York Ziel antiisraelischer Proteste, unter anderem an der Park East Synagogue und bei Young Israel of Midwood. Bei früheren Protesten wurden laut Berichten auch Symbole von Hamas und Hisbollah in Demonstrationsmaterial gezeigt. Die New York Post berichtete zudem von Zusammenstößen mit der Polizei bei Protesten gegen ähnliche Veranstaltungen im Mai.

An der Veranstaltung nahmen laut JTA auch der republikanische Kandidat für das Gouverneursamt in New York, Bruce Blakeman, sowie der israelische NBA-Spieler Deni Avdija teil. Avdija wurde als „Jerusalem Ambassador in the Diaspora“ ausgezeichnet. Die Organisatoren betonten die Bedeutung Jerusalems für das jüdische Volk und verwiesen zugleich auf den wachsenden Antisemitismus, der jüdische Veranstaltungen auch in den USA zunehmend unter Sicherheitsdruck setzt.

Der Vorgang in Manhattan ist deshalb mehr als ein lokaler Protest. Jerusalem ist Israels Hauptstadt und das historische Herz des jüdischen Volkes. Wer jüdische Wohnprojekte in Jerusalem pauschal als „illegale Landverkäufe“ bezeichnet und gleichzeitig Terror-Symbolik duldet oder zeigt, verschiebt die Debatte bewusst. Dann geht es nicht mehr um Baupolitik. Dann geht es um die Delegitimierung jüdischer Präsenz in Jerusalem.

Gerade in New York, einer Stadt mit großer jüdischer Bevölkerung, ist diese Entwicklung alarmierend. Wenn Veranstaltungen über Israel nur noch unter Polizeischutz stattfinden können, während Demonstranten mit Vernichtungsparolen und Terrorbezügen auftreten, ist eine Grenze überschritten. Kritik an israelischer Politik ist legitim. Die Verherrlichung von Terrororganisationen und der Angriff auf Israels Existenzrecht sind es nicht.

Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Freitag, 29. Mai 2026

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