„Six million wasn’t enough“: Neue Details zum Minneapolis-Massaker erschüttern die USA


Die Schießerei an einer katholischen Schule in Minneapolis offenbart ein erschütterndes Ausmaß an Antisemitismus und gezieltem Hass. Der Täter hinterließ ein Manifest voller Gewaltfantasien, Bezüge zum Holocaust und Hass auf Israel.

haOlam-News.de - Nachrichten aus Israel, Deutschland und der Welt.

Die Ereignisse vom vergangenen Mittwoch in Minneapolis haben das ganze Land in Bestürzung versetzt: Zwei Kinder wurden getötet, 17 weitere verletzt. In den Tagen danach werden nun erschütternde Details über die Täterin Robin Westman bekannt, die das Massaker geplant und ihre Tat in einem öffentlich zugänglichen Online-Manifest dokumentiert hatte.

Westman, 25 Jahre alt, identifiziert sich als trans Frau und änderte 2020 ihren Namen von Robert zu Robin. Erste Berichte der Polizei benutzten noch das männliche Pronomen. Lokale Ermittler entdeckten einen YouTube-Kanal, der anscheinend mit ihr in Verbindung steht und auf dem Videos von Waffen, Munition und ein handschriftliches Manifest veröffentlicht wurden. Die Inhalte offenbaren eine erschreckende ideologische Motivation: Auf mehreren Waffen war zu lesen „six million wasn’t enough“ und „extra Jew gas“, eindeutige Anspielungen auf den Holocaust. Auf einem Gewehrlauf stand „Israel must fall“. Auf anderen Waffen schrieb sie „Ich bin ein Terrorist“ und „Ich bin ein Alptraum“ auf Russisch, begleitet von Anspielungen auf pädophile Täter.

Darüber hinaus beschrieb Westman in ihrem Manifest minutiös die Vorbereitung des Angriffs. Sie benutzte kyrillische Buchstaben als eine Art Code, um ihre Gedanken zu verschlüsseln, und legte Karten der Schule und der Kirche vor Ort an. Ihr Ziel war es, Eltern zu vermeiden, die bewaffnet sein könnten, während sie die Kinder „mit beängstigender Wildheit“ attackierte. In Einträgen heißt es: „Ich kann nicht warten zu töten“ und „Ich möchte Kinder zum Spaß töten.“

Die Ermittler stellten fest, dass Westman die Waffen legal erworben hatte. Ihr Vater habe ihr 2.000 Dollar für den Kauf zur Verfügung gestellt. Sie zeigte in Videos und Aufzeichnungen ein obsessives Interesse an früheren Schulschützen, darunter Adam Lanza von Sandy Hook, deren Namen sie auf Zubehör wie Bump Stocks schrieb.

Westman beschrieb sich selbst in ihren Aufzeichnungen als „Krebsgeschwür auf der Welt“ und „Vorbote der Zerstörung“. Sie sah sich als gefährlich, krank und isoliert – Motive, die sich in ihrer Radikalisierung und der Auswahl ihres Tatortes widerspiegeln.

Die Polizei bezeichnet den Angriff als „Inlands-Terrorismus und Hassverbrechen gegen Katholiken“. Die Ermittlungen konzentrieren sich auch darauf, die Verbindung zwischen Westman und ihrem YouTube-Kanal zu prüfen. Reuters berichtet, dass das FBI den Vorfall untersucht, um mögliche Unterstützungsnetzwerke oder Einflüsse zu identifizieren.

Neben den antisemitischen Parolen richtet sich der Hass der Täterin gezielt gegen die katholische Gemeinde. Interessanterweise arbeitete ihre Mutter als Verwaltungsassistentin bei der Annunciation Church, was möglicherweise Zugang und Informationen zur Schule erleichtert haben könnte.

Die amerikanische Gesellschaft reagiert schockiert auf die offen geäußerten Mordfantasien und die ideologische Motivation. Experten betonen, dass die Tat nicht isoliert betrachtet werden darf. Sie sei ein Beispiel dafür, wie Hass im Internet gedeiht, wie Ideologien sich radikalisieren und schließlich in realer Gewalt enden. Die Kombination aus Antisemitismus, gezieltem Hass auf Christen und einer bewussten Planung macht diesen Angriff besonders alarmierend.

Die Analyse der Videos und Manifestseiten zeigt auch ein psychologisches Muster: Westman inszenierte sich als mächtiges, überlegendes „Monster“ gegenüber den Kindern. Die Detailtiefe der Planung über Monate, die Kartierung des Geländes und die Vorbereitungen der Tat unterstreichen die Gefährlichkeit und die hohe Vorsatzlage.

Für Sicherheitsbehörden stellt sich die Frage, wie radikale Inhalte im Netz rechtzeitig identifiziert und mögliche Täter frühzeitig gestoppt werden können. Die Kombination von Online-Radikalisierung, Zugang zu legalen Waffen und ideologisch motiviertem Hass schafft eine explosive Situation, die weit über Minneapolis hinaus Wirkung entfaltet.

Die jüdische Gemeinschaft in den USA reagiert besonders alarmiert auf die antisemitischen Botschaften. Die Parolen auf den Waffen verweisen direkt auf die Schoah und offenbaren, wie tief Hass und historische Verzerrung in Westmans Denken verankert waren. Gleichzeitig zeigt der Fall, dass antisemitische Ideologien nicht nur abstrakt existieren, sondern in Kombination mit psychologischer Instabilität und Zugang zu Waffen in realer Gewalt enden können.

Psychologen warnen, dass die Täterin in ihrem Umfeld vermutlich nicht ernst genommen wurde und dass ihre Radikalisierung durch das Internet weiter verstärkt wurde. In der Tat zeigt sich, dass junge Menschen mit psychischen Problemen durch ideologische Narrative leicht manipuliert und auf ein pathologisches Gewaltpotenzial konditioniert werden können.

Die Behörden prüfen nun, inwieweit weitere Sicherheitsmaßnahmen an Schulen notwendig sind, insbesondere für religiöse Einrichtungen. Prävention, psychologische Begleitung gefährdeter Personen und strenge Kontrolle von Waffenbesitz werden als zentrale Maßnahmen diskutiert.

Das Massaker in Minneapolis ist ein Mahnmal dafür, wie Gewalt, Hass und Ideologie miteinander verbunden sein können. Es zeigt, wie wichtig eine konsequente Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Hass auf Minderheiten und Radikalisierung im digitalen Raum ist. Gleichzeitig verdeutlicht es, dass präventive Maßnahmen nicht nur auf staatlicher Ebene, sondern auch in Schulen, Familien und Gemeinden ergriffen werden müssen, um zukünftige Tragödien zu verhindern.

Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X

Artikel veröffentlicht am: Freitag, 29. August 2025

Unterstütze unser Projekt


Newsletter