Hamas Zelle bei Nablus zerschlagen: Zehn Festnahmen, Rakete und Sprengstofflager entdeckt
Israelische Sicherheitskräfte haben bei Akraba in Samaria eine Hamas Zelle zerschlagen, die Anschläge auf israelische Zivilisten vorbereitet haben soll. Neben einer Rakete fanden die Einsatzkräfte ein M16 Gewehr und große Mengen Sprengstoff. Der Fund zeigt erneut, dass Hamas versucht, auch Judäa und Samaria zu einer technisch aufgerüsteten Terrorfront auszubauen.

IDF, Schin Bet und die israelische Antiterroreinheit Yamam beendeten am Sonntag einen gemeinsamen Einsatz im Raum Akraba südöstlich von Nablus. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden wurden zehn Mitglieder einer Hamas Zelle festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Anschläge gegen israelische Zivilisten vorbereitet zu haben. Die Festgenommenen wurden zur weiteren Vernehmung durch den Schin Bet gebracht.
Besonders brisant ist ein weiterer Fund. Während des Einsatzes entdeckten die Kräfte eine Rakete. Eine Abschussvorrichtung befand sich nach Angaben von IDF und Polizei nicht dabei. Polizeispezialisten machten den Flugkörper noch vor Ort unschädlich. Damit gibt es bislang keinen Beleg dafür, dass die Zelle unmittelbar vor einem Raketenabschuss stand. Der Fund allein ist dennoch bemerkenswert, weil palästinensische Terrorgruppen seit Jahren versuchen, Raketenfähigkeiten auch in Judäa und Samaria aufzubauen.
Ein Verhör führte zum Waffenlager
Bei der Befragung der Festgenommenen erhielten die Sicherheitskräfte offenbar einen weiteren entscheidenden Hinweis. Einer der Hamas Männer führte sie zu einem versteckten Waffenlager. Dort wurden ein M16 Gewehr sowie eine große Menge Sprengstoff gefunden, der nach der gemeinsamen israelischen Mitteilung zur Herstellung von Sprengsätzen vorgesehen war. Auch dieses Material wurde unmittelbar unschädlich gemacht.
Der Fall steht nicht allein. Erst zwei Tage zuvor meldete die IDF die Festnahme einer weiteren fünfköpfigen Terrorzelle im Raum Kabatiya. Gleichzeitig wurden bei einem größeren Einsatz im Gebiet Nablus mehr als 30 Maschinen zur Waffenproduktion zerstört, Waffen beschlagnahmt und weitere Verdächtige festgenommen. Das Bild, das sich daraus ergibt, ist kein einzelner Zufallsfund, sondern ein anhaltender Kampf gegen bewaffnete Strukturen in Samaria.
Besonders ernst nimmt Israel die Entwicklung improvisierter Raketen. Bereits zuvor hatten Sicherheitskräfte bei Ramallah eine Werkstatt entdeckt, in der eine Terrorzelle Raketen hergestellt und Testabschüsse durchgeführt hatte. Ermittlungen ergaben damals, dass Raketen bis in Richtung Tel Aviv eingesetzt werden sollten. Ein unmittelbarer organisatorischer Zusammenhang mit der jetzt zerschlagenen Hamas Zelle in Akraba ist nicht bekannt. Die technische Entwicklung zeigt jedoch, warum jeder Raketenfund in Judäa und Samaria bei den Sicherheitsbehörden Alarm auslöst.
haOlam berichtete bereits über die bei Ramallah entdeckte Raketenwerkstatt und die Pläne, israelische Städte zu beschießen.
Die strategische Gefahr liegt auf der Hand. Eine Raketeninfrastruktur in Samaria hätte eine völlig andere geografische Bedeutung als Raketenstellungen im Gazastreifen. Zahlreiche israelische Bevölkerungszentren und wichtige Verkehrsachsen liegen nur wenige Dutzend Kilometer entfernt. Noch verfügen die dortigen Terrorzellen nicht über ein Arsenal, das mit Hamas in Gaza vergleichbar wäre. Genau deshalb versucht Israel, solche Strukturen zu zerschlagen, bevor aus einzelnen Experimenten eine funktionierende Raketenfront wird.
Der Einsatz in Akraba zeigt, wie weit die Vorbereitung bereits reichen kann: eine organisierte Hamas Zelle, ein M16, große Mengen Sprengstoff und eine Rakete.
Israel wartet nicht darauf, bis daraus der nächste Anschlag wird.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: KI-generierte Illustration / haOlam.de
Artikel veröffentlicht am: Montag, 7. September 2026