Großbrände in Samaria: Häuser beschädigt und Bewohner evakuiert
Starke Winde treiben mehrere Brände in Israel voran. In Havat Gilad wurden sechs Häuser beschädigt, ein Feuerwehrmann verletzt und ein Löschfahrzeug vollständig zerstört. Auch im Jesreel-Tal kämpfen Einsatzkräfte gegen die Flammen.

Mehrere schwere Wald- und Flächenbrände haben am Samstag Einsatzkräfte in Samaria und im Norden Israels gefordert. Besonders angespannt war die Lage in der Umgebung von Kedumim und Havat Gilad, wo sich die Flammen mit hoher Geschwindigkeit in Richtung der Wohnhäuser ausbreiteten.
Nach Angaben israelischer Behörden drang das Feuer über die erste Häuserreihe von Havat Gilad hinaus in die Ortschaft ein. Sechs Gebäude wurden durch die Flammen beschädigt. Die Polizei begann mit der Evakuierung der Bewohner, während Feuerwehrkräfte und freiwillige Helfer versuchten, eine weitere Ausbreitung innerhalb des Ortes zu verhindern.
Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann verletzt. Ein Löschfahrzeug geriet selbst in die Flammen und brannte vollständig aus. Über die Schwere der Verletzungen lagen zunächst keine weiteren Angaben vor.
Die israelische Feuerwehr setzte außerdem Flugzeuge der Löschstaffel „Elad“ ein. Sie warfen Löschmittel entlang der bedrohten Häuserreihen ab, während Einsatzkräfte am Boden gegen mehrere Brandherde vorgingen.
Die Polizei sperrte die Straße 55 zwischen der Kreuzung Jit und dem westlich gelegenen Abschnitt. Autofahrer wurden aufgefordert, das Gebiet zu meiden und den Anweisungen der Sicherheitskräfte zu folgen.
Weiterer Brand bedroht Waldgebiet bei Shimshit
Gleichzeitig breitete sich ein Waldbrand in der Nähe von Shimshit im Jesreel-Tal aus. Nach dem Stand von 15.40 Uhr waren dort zwölf Löschmannschaften, vier Löschflugzeuge und Einsatzkräfte des Jüdischen Nationalfonds im Einsatz.
Die Feuerwehr bekämpfte zwei größere Brandherde, die durch den Wind weiter angefacht wurden. Dichter Rauch zog über die Umgebung. Die Einwohner von Shimshit wurden deshalb angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben, Fenster und andere Öffnungen zu schließen und Aufenthalte im Freien zu vermeiden.
Nach Angaben des Einsatzleiters Ofer Edri konzentrierten sich die Kräfte darauf, ein Übergreifen der Flammen auf die Wohnbebauung zu verhindern. Trotz der starken Rauchentwicklung bestand zu diesem Zeitpunkt nach Einschätzung der Feuerwehr keine unmittelbare Gefahr für die Häuser in Shimshit. Eine Evakuierung der Ortschaft wurde daher zunächst nicht angeordnet.
Zur Ursache der Brände lagen am Samstagnachmittag keine gesicherten Angaben vor. Spekulationen über Brandstiftung oder einen terroristischen Hintergrund wären ohne Ergebnisse der zuständigen Ermittler nicht gerechtfertigt.
Die Angaben entsprechen dem Stand vom 18. Juli 2026 am Nachmittag. Aufgrund der starken Winde und der laufenden Löscharbeiten kann sich die Lage kurzfristig verändern.
Autor: Redaktion
Artikel veröffentlicht am: Samstag, 18. Juli 2026