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Iranischer Raketenbeschuss trifft Raffinerie in Haifa, Hisbollah-Rakete schlägt in Wohnhaus in Kiryat Shmona ein, mehrere Verletzte


Splitter treffen Israels wichtigste Energieanlage im Norden, während gleichzeitig eine Rakete aus dem Libanon direkt in ein Wohngebäude einschlägt. Keine Toten in Haifa, aber schwere Verletzungen im Norden zeigen die wachsende Mehrfrontenbedrohung.

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Am Donnerstag hat iranischer Raketenbeschuss erstmals wieder eine der sensibelsten Industrieanlagen Israels erreicht. Die Raffinerieanlagen in Haifa wurde Ziel eines Angriffs und durch Splitter abgefangener Raketen beschädigt wurden.

Die Schäden entstanden nicht durch einen direkten Einschlag, sondern durch Trümmerteile der Luftabwehr. Diese trafen zwei Gebäude sowie ein Fahrzeug auf dem Gelände. Über dem Bereich war dichter Rauch sichtbar, der von Anwohnern aus großer Entfernung gemeldet wurde.

Nach Angaben der Umweltbehörden im Raum Haifa besteht keine Gefahr durch austretende gefährliche Stoffe. Ein entsprechendes Szenario wurde nach Überprüfung ausgeschlossen. Auch Verletzte wurden nicht gemeldet.

Infolge des Angriffs kam es in mehreren Orten im Raum der Krayot zu Stromausfällen. Die Energieversorgung wurde jedoch größtenteils rasch wiederhergestellt. Die betroffenen Anlagen wurden vorsorglich heruntergefahren.

Energieminister Eli Cohen erklärte, die Schäden an der Stromversorgung seien punktuell und nicht von strategischer Bedeutung. Auch an der Infrastruktur selbst habe es keine gravierenden Treffer gegeben.

Trotz dieser Einordnung zeigte sich eine unmittelbare wirtschaftliche Reaktion. Die Aktie des Raffineriebetreibers verlor im Anschluss an den Vorfall mehr als sieben Prozent.

Der Angriff reiht sich in frühere Ereignisse ein. Bereits in einer früheren Phase des Konflikts wurde die gleiche Anlage getroffen, damals mit tödlichen Folgen. Diesmal blieb es bei Sachschäden.

Direkter Einschlag in Kiryat Shmona

Parallel zu den Ereignissen in Haifa wurde der Norden Israels erneut direkt aus dem Libanon angegriffen. In Kiryat Shmona traf eine Rakete der Hisbollah ein fünfstöckiges Wohngebäude.

Ein Mann im Alter von etwa sechzig Jahren erlitt schwere Verletzungen im Bauchbereich. Eine Frau in den Siebzigern wurde mittelschwer verletzt. Beide wurden von Einsatzkräften medizinisch versorgt und in Krankenhäuser gebracht.

Rettungskräfte und Feuerwehr waren mit großen Einheiten vor Ort. Das Gebäude wurde nach weiteren möglichen eingeschlossenen Personen durchsucht. Am Einschlagsort kam es zu sichtbaren Zerstörungen und Rauchentwicklung.

Die Behörden gaben nach dem Angriff Entwarnung für die unmittelbare Gefahrenlage, forderten die Bevölkerung jedoch auf, sich weiterhin in der Nähe geschützter Bereiche aufzuhalten.

Klare Lage: Gleichzeitiger Beschuss aus zwei Richtungen

Die beiden Ereignisse zeigen die aktuelle operative Realität. Israel wird gleichzeitig aus Iran und aus dem Libanon angegriffen.

Während iranische Raketen auch bei erfolgreicher Abwehr Schäden durch Splitter verursachen können, setzt die Hisbollah weiterhin auf direkte Treffer in Wohngebieten.

Die Luftabwehr reduziert die Anzahl der Einschläge deutlich, kann jedoch weder Splitterschäden noch einzelne Durchbrüche vollständig verhindern.

Die Lage bleibt angespannt. Infrastruktur, Wohngebiete und ziviles Leben stehen gleichzeitig unter Druck.

Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Donnerstag, 19. März 2026

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