Liebe Leserinnen und Leser,
haOlam.de wird privat betrieben – ohne Verlag, ohne Unterstützung durch Institutionen. Damit wir unsere Arbeit auch 2026 fortführen können, möchten wir bis Jahresende mindestens 6.000 Euro erreichen, ideal wären 10.000 Euro. Jeder Beitrag hilft – auch kleine Beträge machen einen Unterschied.

Trump setzt Iran Ultimatum und kündigt Entwaffnung der Hamas an


Der Präsident der Vereinigten Staaten spricht von einer Entscheidung innerhalb von zehn Tagen. Gleichzeitig verkündet er ein internationales Programm für Gaza und erwartet, dass die Hamas ihre Waffen abgibt.

haOlam-News.de - Nachrichten aus Israel, Deutschland und der Welt.

Die Welt steht vor einem möglichen Wendepunkt. Als Donald Trump in Washington vor Vertretern aus mehr als 45 Staaten sprach, machte er unmissverständlich klar, dass die Zeit der Unklarheit gegenüber dem iranischen Regime bald enden könnte. Innerhalb von zehn Tagen werde sich zeigen, ob Frieden möglich sei oder ob die Konfrontation einen anderen Weg nimmt. Es war keine beiläufige Bemerkung, sondern eine politische Botschaft mit globaler Tragweite.

Trump stellte dabei den Kern des Konflikts offen dar. Iran dürfe keine Atomwaffen besitzen. Diese Linie ist aus israelischer Sicht keine diplomatische Formel, sondern eine existenzielle Notwendigkeit. Seit Jahren droht das Regime in Teheran offen mit der Vernichtung Israels und baut gleichzeitig seine militärischen Fähigkeiten aus. Für Jerusalem ist klar, dass ein atomar bewaffneter Iran das strategische Gleichgewicht der gesamten Region zerstören würde.

Während die Verhandlungen weitergehen, wächst die Unsicherheit. Trump ließ keinen Zweifel daran, dass die Vereinigten Staaten bereit sind, Konsequenzen zu ziehen, falls die Gespräche scheitern. Gleichzeitig betonte er, dass eine friedliche Lösung weiterhin sein Ziel sei. Diese Kombination aus Druck und Diplomatie entspricht einer Strategie, die Israel seit Jahren fordert. Frieden darf nicht auf Illusionen beruhen, sondern muss auf überprüfbaren Fakten und echter Entwaffnung basieren.

Parallel dazu rückte Trump den Gazastreifen in den Mittelpunkt. Nach seinen Worten sei der Krieg beendet, auch wenn noch einzelne Spannungen bestehen. Entscheidend ist jedoch seine klare Erwartung an die Hamas. Die Terrororganisation werde ihre Waffen abgeben, sagte er. Sollte sie dies nicht tun, werde sie mit harter Konsequenz konfrontiert.

Diese Aussage ist aus israelischer Sicht von enormer Bedeutung. Der 7. Oktober und seine Folgen haben gezeigt, dass jede Waffe in den Händen der Hamas eine direkte Bedrohung für israelische Familien darstellt. Die Vorstellung, dass die Hamas ihre militärische Macht behalten und gleichzeitig internationale Hilfe erhalten könnte, ist für Israel nicht akzeptabel. Sicherheit beginnt mit Entwaffnung.

Trump präsentierte zugleich einen finanziellen Rahmen für die Zukunft Gazas. Mehr als sieben Milliarden Dollar seien bereits von internationalen Partnern zugesagt worden, weitere zehn Milliarden wolle die Vereinigten Staaten selbst beitragen. Dieses Geld soll beim Wiederaufbau helfen, doch es steht unter einer entscheidenden Voraussetzung. Ohne Sicherheit gibt es keine Stabilität. Ohne Entwaffnung gibt es keinen Frieden.

Ein neues internationales Gremium, das sogenannte Board of Peace, soll diesen Prozess begleiten. Es ist ein ehrgeiziger Versuch, die Zukunft der Region neu zu ordnen. Israel ist Teil dieses Forums, während Vertreter der Palästinenser nicht eingeladen wurden. Diese Entscheidung zeigt eine Realität, die viele lange ignoriert haben. Frieden kann nicht mit einer Terrororganisation verhandelt werden, die ihre Existenz auf Gewalt aufgebaut hat.

Auch militärisch zeichnet sich ein möglicher Wandel ab. Mehrere Staaten planen, Soldaten für eine internationale Stabilisierungstruppe bereitzustellen. Ihre Aufgabe soll es sein, die Ordnung zu sichern und einen Rückfall in den Krieg zu verhindern. Doch diese Pläne hängen von einer entscheidenden Bedingung ab. Die Hamas muss entwaffnet werden. Ohne diesen Schritt bleibt jede Stabilisierung nur eine Illusion.

Für Israel ist diese Phase von historischer Bedeutung. Zum ersten Mal seit Jahren gibt es eine konkrete internationale Initiative, die die zentrale Forderung Jerusalems offen ausspricht. Frieden ist nur möglich, wenn der Terror seine Waffen verliert.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob das iranische Regime bereit ist, seine Ambitionen zu begrenzen, oder ob es die Konfrontation weiter vorantreibt. Gleichzeitig wird sich entscheiden, ob die Hamas bereit ist, ihre militärische Macht aufzugeben oder ob sie ihre eigene Bevölkerung erneut in Gefahr bringt.

Israel beobachtet diese Entwicklungen mit klarem Blick. Die Erfahrung der vergangenen Jahrzehnte hat gelehrt, dass Worte allein keinen Schutz bieten. Sicherheit entsteht durch Entschlossenheit, durch Stärke und durch die Bereitschaft, die eigene Existenz zu verteidigen.

Die nächsten zehn Tage könnten daher nicht nur über diplomatische Vereinbarungen entscheiden. Sie könnten über die Zukunft einer ganzen Region bestimmen.

Autor: Bernd Geiger
Bild Quelle: By President.az, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=182320996

Artikel veröffentlicht am: Donnerstag, 19. Februar 2026

Unterstütze unser Projekt


Newsletter