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315 Millionen Dollar für Terroristen: Der große Schwindel von Ramallah


Die Welt spricht von Reformen, doch hinter den Kulissen läuft das alte System weiter. Jahr für Jahr fließen 315 Millionen Dollar an verurteilte Terroristen und ihre Familien, gut versteckt vor den Augen westlicher Geldgeber.

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Wenn eine Zahl ausreicht, um die ganze Täuschung zu entlarven, dann ist es diese: 315 Millionen Dollar. So viel zahlt die Palästinensische Autonomiebehörde jedes Jahr weiterhin an Terroristen, ehemalige Terroristen und deren Familien. Trotz aller Versprechen, trotz aller Ankündigungen, trotz der jüngsten Erklärung von Mahmoud Abbas, das berüchtigte Pay-for-Slay-System angeblich abzuschaffen.

Diese Summe ist kein Randdetail. Sie ist der Kern des Problems.

Am 10. Februar 2025 verkündete Abbas unter massivem Druck aus den USA und Europa eine Reform. Die Zahlungen an inhaftierte Terroristen und an die Familien sogenannter Märtyrer sollten beendet und in ein neues System überführt werden, angeblich auf Grundlage sozialer Kriterien. Westliche Regierungen atmeten auf und lobten den Schritt als Durchbruch.

Doch die Realität sieht vollkommen anders aus.

Während ein kleiner, sichtbarer Teil des Programms kosmetisch umgestaltet wurde, existiert parallel ein riesiges, verborgenes Netzwerk aus Zahlungen, das praktisch unverändert weiterläuft. Über 10.000 ehemalige Terroristen erhalten nach wie vor monatliche Bezüge. Dazu kommen mehr als 13.500 Familien von getöteten oder verletzten Attentätern, die außerhalb der Gebiete der Autonomiebehörde leben und ebenfalls Geld erhalten.

Allein diese beiden Programme kosten zusammen jedes Jahr rund 315 Millionen Dollar.

Genau diese Zahl wird in westlichen Hauptstädten kaum thematisiert. Sie taucht in offiziellen palästinensischen Haushaltsplänen nicht auf, wird nicht transparent ausgewiesen und bleibt gezielt unter dem Radar internationaler Kontrolleure.

Der Trick dahinter ist ebenso simpel wie perfide.

Im Jahr 2021 hatte die Autonomiebehörde bereits gezeigt, wie man internationalen Druck elegant umgeht. Damals wurde bekannt, dass mindestens 7.500 freigelassene Terroristen lebenslange Gehälter erhielten, allein weil sie Israelis ermordet oder Anschläge verübt hatten. Europäische Geberländer reagierten empört und drohten mit Konsequenzen.

Statt die Zahlungen zu stoppen, reagierte Ramallah mit einer organisatorischen Täuschungsoperation. Per Präsidialdekret wurden diese 7.500 Personen in angebliche Arbeitsverhältnisse bei der Autonomiebehörde oder den palästinensischen Sicherheitskräften überführt. Gleichzeitig wurden die Pensionsgesetze so geändert, dass sie Anspruch auf staatliche Renten bekamen.

Über Nacht verschwanden sie aus den Listen der Gefangenenbehörde. Auf dem Papier waren sie nun Beamte oder Pensionäre. In Wahrheit erhielten sie weiterhin exakt dieselben Terrorgehälter, nur unter einem anderen Titel.

Dieses Vorgehen war so effektiv, dass viele westliche Staaten ihre Hilfsgelder gezielt für Gehälter und Pensionen im öffentlichen Sektor zweckgebunden haben, um Pay-for-Slay zu vermeiden. Genau dort aber hat die Autonomiebehörde die früheren Terrorprämien versteckt.

Das Ergebnis ist grotesk: Europäische Steuergelder finanzieren de facto jene Strukturen, in denen die Zahlungen an ehemalige Terroristen verschleiert werden.

Die jetzt groß verkündete Reform ändert daran praktisch nichts. Sie betrifft nur einen kleinen, sichtbaren Teil der Zahlungen. Der gewaltige Block von 315 Millionen Dollar bleibt unangetastet. Kein Empfänger verliert sein Geld. Kein Mechanismus wird wirklich abgeschafft. Kein Anreizsystem für Terror wird beendet.

Im Gegenteil. Interne Informationen zeigen, dass die Autonomiebehörde sogar daran arbeitet, das System weiter auszubauen. Berichte aus dem Jahr 2026 belegen, dass mindestens 6.000 zusätzliche Personen in diese verdeckten Strukturen integriert werden sollen.

Für Israel ist diese Realität seit Jahren offensichtlich. Jeder Anschlag, jede Gewalttat wird in den palästinensischen Gebieten nicht nur ideologisch glorifiziert, sondern auch finanziell belohnt. Je schwerer die Tat, desto höher die Zahlung. Dieses Prinzip bleibt unverändert bestehen, ganz gleich, welche neuen Namen die Programme tragen.

Genau deshalb ist die Summe von 315 Millionen Dollar so entscheidend. Sie zeigt, dass es hier nicht um Einzelfälle geht, nicht um soziale Unterstützung, nicht um humanitäre Hilfe. Es geht um ein systematisches, staatlich organisiertes Belohnungssystem für Gewalt.

Der Westen lässt sich dennoch täuschen. Viele Regierungen klammern sich an die offizielle Erzählung von Reformen, weil sie politisch bequemer ist als die Wahrheit. Man möchte glauben, dass sich etwas geändert hat, um weiter Geld überweisen zu können.

Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache.

Solange Jahr für Jahr 315 Millionen Dollar an Terroristen fließen, ist jede Reform nur Theater. Solange Mörder staatliche Gehälter erhalten, ist jede Friedensrhetorik hohl. Und solange Europa und Amerika diese Realität ignorieren, finanzieren sie indirekt genau das Problem, das sie angeblich lösen wollen.

Ein echter Wandel wäre leicht messbar: keine Zahlungen mehr an Terroristen, vollständige Transparenz aller Haushaltspositionen, klare soziale Kriterien ohne politische Belohnungen. Nichts davon ist geschehen.

Stattdessen bleibt das alte System bestehen, nur besser getarnt.

Die Zahl 315 Millionen Dollar ist deshalb nicht nur erschreckend. Sie ist der Beweis, dass die Palästinensische Autonomiebehörde die Weltgemeinschaft bewusst täuscht. Wer diese Zahl ignoriert, macht sich mitschuldig an ihrer Fortsetzung.

Autor: Samuel Benning
Bild Quelle: Symbolbild KI generiert

Artikel veröffentlicht am: Donnerstag, 12. Februar 2026

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