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Ein Mossad-Agent im Herzen Irans zeigt, was Israel leisten musste und was die Welt bis heute nicht begreift


Ein Mann, geboren im Iran, zerstörte im Juni 2025 einen ballistischen Raketenwerfer, der auf Israel zielte. Nun spricht er erstmals öffentlich. Seine Aussagen offenbaren nicht nur den Mut einzelner, sondern auch die gefährliche Wahrheit über Irans Atomprogramm und die Grenzen israelischer Macht.

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In der Nacht zwischen dem 12. und 13. Juni 2025, während iranische Städte scheinbar ruhig schliefen, befand sich ein israelischer Geheimdienstagent mitten im Feindesland. Kein Drohnenpilot aus sicherer Entfernung, kein Bildschirm in Tel Aviv. Ein Mensch aus Fleisch und Blut, nur wenige Kilometer von einem einsatzbereiten iranischen Raketenwerfer entfernt, der für den Abschuss ballistischer Raketen auf Israel vorbereitet war.

Jetzt, Monate später, spricht dieser Mann erstmals öffentlich. In einem exklusiven Interview mit der israelischen Investigativsendung עובדה schildert ein Mossad-Agent iranischer Herkunft, unter dem Decknamen Arash, wie nahe Israel in jener Nacht an einer direkten Katastrophe stand.

Seine Aussage ist eindeutig: Der Raketenwerfer war bereit zum Abschuss. Er wurde zerstört, Minuten bevor er hätte feuern können.

Der Mann, den das Regime selbst erschuf

Arash ist kein geborener Israeli. Er wuchs im Iran auf, diente dort in der Armee, studierte an einer iranischen Universität. Seine Entscheidung, für Israel zu arbeiten, entstand nicht aus Ideologie, sondern aus Erfahrung.

Als Kind erlebte er, wie seine Schwester verhaftet und misshandelt wurde, weil sie ihr Kopftuch abgelegt hatte. Diese Nacht, so sagt er, habe sein Leben geprägt. Für ihn war das Regime nicht Iran. Iran seien die Menschen. Das Regime sei ihr Unterdrücker.

Jahre später, mit etwa 30 Jahren, traf er eine Entscheidung, die ihn zum Verräter in den Augen Teherans machte. Er kontaktierte den Mossad selbst, über das Internet. Ohne Garantie, ohne Schutz, ohne zu wissen, ob er lebend aus dieser Entscheidung herauskommen würde.

Für ihn war es kein Seitenwechsel. Es war ein Kampf gegen das System, das seine Familie zerstört hatte.

Die Operation im Innersten des Feindes

In der Nacht der israelischen Offensive befand sich Arash in einer konspirativen Wohnung. Er wusste, dass eine große Operation bevorstand, aber nicht wann und nicht wie. Erst am Nachmittag kam der Befehl.

Eine kleine Gruppe bewegte sich mit einem getarnten Fahrzeug durch iranisches Gebiet. An Bord: ein mobiles Abschussystem mit präzise ausgerichteten Raketen. Arash war die Verbindung zum Mossad. Die Augen vor Ort.

Über zwei Stunden wartete er auf den Feuerbefehl. Jeder Moment konnte auffliegen. Jeder Kontrollpunkt hätte das Ende bedeutet.

Kurz vor drei Uhr morgens kam das Signal.

Die Raketen verfügten über Kameras. Arash sah das Ziel live. Ein iranischer Raketenwerfer, einsatzbereit für ballistische Raketen Richtung Israel.

Dann der Einschlag.

Der Werfer wurde zerstört.

Was nüchtern klingt, ist in Wahrheit ein Satz von historischer Tragweite: Ohne diesen Einsatz hätte Iran in dieser Nacht ballistische Raketen auf Israel abschießen können.

Nicht hypothetisch. Nicht theoretisch. Bereit zum Start.

Israels Stärke und Israels Grenze

Doch das Interview enthüllt mehr als Heldengeschichten. Es legt eine unbequeme Wahrheit offen.

Während Israel in jener Nacht eine beeindruckende militärische und geheimdienstliche Leistung erbrachte mit der Ausschaltung von Militärführern, Luftabwehrsystemen und Raketenstellungen blieb ein Ziel unangetastet: die Urananreicherungsanlage Fordo.

Fordo gilt als Herzstück des iranischen Atomprogramms. Tief in einen Berg gegraben. Geschützt vor Luftangriffen. Der symbolische und reale Kern der nuklearen Bedrohung.

Ehemalige Mossad-Chefs geben in der Sendung offen zu, was lange vermutet wurde: Israel hatte für Fordo keine operative Lösung.

Es gab Pläne. Es gab jahrelange Projekte. Es gab millionenschwere Vorhaben mit biblischen Codenamen. Aber es gab keine umsetzbare Antwort.

Als Israel im Juni 2025 handelte, war Fordo nicht neutralisiert.

Das ist keine Schwäche einzelner. Es ist eine strukturelle Realität.

Israel kann zerstören, verzögern, stören, sabotieren. Aber es kann allein kein unterirdisches Atomprogramm dieses Ausmaßes ausschalten.

Die bittere Wahrheit hinter dem heroischen Bild

Die Aussagen ehemaliger Mossad-Chefs sind bemerkenswert offen. Projekte wurden gestartet, wieder gestoppt, wiederbelebt, erneut eingefroren. Nicht aus Unfähigkeit, sondern weil das Risiko, der Aufwand und die politischen Folgen enorm waren.

Und während Politiker von vollständiger Handlungsfähigkeit sprechen, zeigen diese Enthüllungen etwas anderes: Israel handelt oft nicht aus Überlegenheit, sondern aus Notwendigkeit.

Der Einsatz von Agenten wie Arash ist kein Zeichen von Stärke allein. Er ist ein Zeichen dafür, wie nah die Bedrohung tatsächlich ist.

Wenn ein Staat gezwungen ist, Menschen mitten ins Herz einer feindlichen Diktatur zu schicken, um Raketenwerfer in letzter Minute zu zerstören, dann geht es nicht um Machtdemonstration.

Dann geht es ums Überleben.

Was diese Enthüllung wirklich bedeutet

Das Interview zeigt drei unbequeme Wahrheiten.

Erstens: Der Iran ist näher an einem direkten militärischen Angriff auf Israel, als viele im Westen wahrhaben wollen.

Zweitens: Israels Sicherheit hängt nicht nur von Technologie ab, sondern von Menschen, die ihr Leben einsetzen, lange bevor Alarmanlagen reagieren.

Drittens: Ohne die Vereinigten Staaten bleibt die nukleare Bedrohung strukturell ungelöst.

Fordo steht weiterhin. Tief im Berg. Geschützt. Wartend.

Der Mossad-Agent hat gezeigt, was möglich ist. Aber er hat auch gezeigt, wo die Grenze liegt.

Und genau deshalb ist diese Geschichte mehr als eine Fernsehsensation. Sie ist ein Warnsignal.

Nicht nur an Iran. Sondern an jene im Westen, die noch immer glauben, Zeit spiele keine Rolle.

Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Freitag, 30. Januar 2026

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