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Terroranschlag vor Jom Kippur: Netanel Shakron erschossen, Terrorist im Krankenhaus gefasst


Netanel Shakron wollte sich mit seinem Sohn vor Jom Kippur an einer Quelle rituell reinigen. Ein Terrorist eröffnete das Feuer. Stunden später fassten Duvdevan-Soldaten den verletzten Angreifer in einer Klinik bei Ramallah.

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Wenige Stunden vor Jom Kippur ist Netanel Shakron bei einem Terroranschlag nahe Neveh Tzuf in der Region Binyamin getötet worden. Der Familienvater war gemeinsam mit seinem ältesten Sohn zu einer Quelle gekommen, als ein Terrorist das Feuer auf Israelis eröffnete. Shakron wurde mehrfach getroffen und zunächst lebensgefährlich verletzt. Rettungskräfte konnten seinen Kreislauf während der Wiederbelebung zeitweise stabilisieren, doch später erlag er im Beilinson-Krankenhaus in Petah Tikva seinen Verletzungen.

Shakron war Vater von sechs Kindern und arbeitete als Analyst für Informationssysteme bei der Versicherungsgesellschaft Hachshara. Seine Frau Dr. Meirav Shakron lehrt an der Ariel University. Das jüngste Kind der Familie ist vier Jahre alt. Der Regionalrat beschrieb ihn als bescheidenen und hilfsbereiten Menschen, der kurz nach dem rituellen Bad vor dem höchsten jüdischen Feiertag ermordet wurde.

Nach bisherigen Erkenntnissen näherte sich der Terrorist mit einem roten Mitsubishi mit Kennzeichen der Palästinensischen Autonomiebehörde. Er eröffnete aus dem Fahrzeug heraus das Feuer auf Menschen an der Quelle. Anschließend stieg er bewaffnet aus dem Wagen und floh zu Fuß. Die IDF leitete sofort eine großangelegte Fahndung ein, errichtete Straßensperren und setzte neben Bodentruppen auch Drohnen und Luftfahrzeuge zur Suche ein.

Angeschossen und bis ins Krankenhaus verfolgt

Die Flucht dauerte nicht lange. Nach Angaben der IDF traf kurz nach dem Anschlag ein Fährtenleser der Binyamin-Brigade am Tatort ein und eröffnete das Feuer auf den flüchtenden Terroristen. Der Mann wurde getroffen, konnte aber zunächst weiter fliehen.

Informationen des Schin Bet und der israelischen Polizei führten die Sicherheitskräfte schließlich zu einem Krankenhaus im Raum Ramallah. Dort griffen Soldaten der für verdeckte Antiterroroperationen bekannten Einheit Duvdevan zu und nahmen den verletzten Terroristen fest. Er soll nun vom Schin Bet und der Polizei verhört werden.

Die schnelle Festnahme ist sicherheitspolitisch von Bedeutung. Ein Terrorist, der kurz zuvor auf israelische Zivilisten geschossen hatte und anschließend verletzt in Richtung Ramallah floh, konnte sich auch dort nicht der Fahndung entziehen. Die Sicherheitskräfte wollen nun klären, wer den Angriff vorbereitet oder unterstützt hat.

IDF-Generalstabschef Eyal Zamir bezeichnete die Tat als schweren Terroranschlag und kündigte weitere Ermittlungen an. Die Mission sei mit der Festnahme des Schützen nicht beendet. Israel werde auch diejenigen erreichen, die dem Terroristen geholfen hätten. Zugleich waren die Sicherheitskräfte bereits vor Jom Kippur in erhöhte Bereitschaft versetzt worden.

Hamas feiert den Terroranschlag

Die Hamas übernahm bis zum Nachmittag nicht ausdrücklich die Verantwortung für den Anschlag. Die Terrororganisation begrüßte die Tat jedoch öffentlich als „heroische“ Schussattacke und bezeichnete den Täter als einen der „Helden“ des palästinensischen Volkes. Zugleich rief sie zu einer Ausweitung sogenannter Widerstandsaktionen in Judäa und Samaria sowie Jerusalem auf.

Die Wortwahl lässt wenig Raum für Missverständnisse: Ein israelischer Vater von sechs Kindern wird erschossen, und Hamas feiert den Anschlag als vorbildhafte Tat. Dass die Terrororganisation den Angriff nicht ausdrücklich für sich reklamiert, ändert nichts daran, dass sie den Terror politisch legitimiert und zu weiterer Gewalt aufruft.

Der Anschlag fällt zudem in eine Phase anhaltender israelischer Antiterroroperationen in Judäa und Samaria. Erst Anfang September hatten Sicherheitskräfte bei Akraba eine Hamas-Zelle zerschlagen. Zehn Verdächtige wurden festgenommen, außerdem fanden die Kräfte nach israelischen Angaben unter anderem ein M16-Gewehr, große Mengen Sprengstoff und eine Rakete. Ein direkter Zusammenhang mit dem heutigen Anschlag ist bislang nicht bekannt. Die Fälle zeigen jedoch, weshalb Israel die Region weiterhin als aktive Terrorfront behandelt.

haOlam hatte außerdem über einen Messerangriff nahe Maoz Yehuda berichtet, bei dem ein Israeli verletzt und der flüchtende Terrorist später von israelischen Soldaten getötet wurde. Auch damals standen die Ereignisse vor dem Hintergrund verstärkter Operationen gegen Terrorstrukturen in Samaria. Ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Anschlägen ist nicht belegt.

Für die Familie Shakron ist diese größere Sicherheitslage an diesem Sonntag jedoch zur persönlichen Katastrophe geworden. Netanel Shakron kam mit seinem Sohn zu einer Quelle, um sich auf Jom Kippur vorzubereiten. Wenige Stunden später war er tot.

Der Terrorist wurde gefasst. Die Ermittlungen zu seinen möglichen Helfern haben gerade erst begonnen.

Autor: Redaktion
Bild Quelle: KI-generierte Illustration / haOlam.de

Artikel veröffentlicht am: Sonntag, 20. September 2026

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