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Mörder von Israels Tourismusminister soll aus Haft heraus Zwillinge gezeugt haben


Basel al-Asmar verbüßt lebenslange Haft wegen seiner Beteiligung am Mord an Rehavam Ze"evi. Nun meldet seine Frau Zwillinge, die mit aus dem Gefängnis geschmuggeltem Sperma gezeugt worden sein sollen.

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Basel al-Asmar sitzt wegen seiner Beteiligung an der Ermordung des israelischen Tourismusministers Rehavam Ze'evi im Gefängnis. Nun berichten palästinensische Medien, dass er trotz seiner Haft Vater von Zwillingen geworden sein soll.

Seine Frau Sanabel al-Ra'i brachte in einem Krankenhaus in Qalqilya einen Jungen und ein Mädchen zur Welt. Nach ihrer Darstellung wurden die Kinder durch künstliche Befruchtung mit Sperma gezeugt, das aus dem Nafha-Gefängnis geschmuggelt worden war.

Hamas-nahe Medien feiern die Geburt entsprechend. Ein Neffe al-Asmars erklärte gegenüber palästinensischen Medien, über einen Zeitraum von rund zwei Jahren seien mehrere Versuche notwendig gewesen.

Unabhängig bestätigt ist die Vaterschaft allerdings nicht. Auch die Jerusalem Post konnte nicht überprüfen, ob al-Asmar tatsächlich der biologische Vater der Kinder ist. Die israelische Gefängnisbehörde weist ebenfalls darauf hin, dass dafür kein wissenschaftlicher Nachweis vorliegt.

Al-Asmar ist kein gewöhnlicher palästinensischer Häftling. Er verbüßt eine lebenslange Haftstrafe und weitere Jahre wegen seiner Rolle bei der Ermordung Rehavam Ze'evis und wegen seiner Mitgliedschaft in der Terrororganisation PFLP.

Ze'evi wurde am 17. Oktober 2001 im damaligen Hyatt-Hotel in Jerusalem erschossen.

Nach Angaben der Hamas-nahen Nachrichtenagentur Shehab lernte al-Asmar seine spätere Frau während ihrer Gefängnisbesuche kennen. Sie besuchte dort ihren Bruder Shaher al-Ra'i, der ebenfalls der PFLP angehörte. Später heirateten al-Asmar und Sanabel al-Ra'i in Abwesenheit des Gefangenen.

Der aktuelle Fall wäre nach palästinensischen Angaben kein Einzelfall. Seit 2012 sollen mehr als 100 Kinder palästinensischer Sicherheitsgefangener durch geschmuggeltes Sperma gezeugt worden sein.

2023 wurde bereits über den verurteilten Terroristen Ahmed Shamali berichtet, der nach einem solchen Schmuggel Vater von Vierlingen geworden sein soll.

Die israelische Gefängnisbehörde erklärt jedoch, dass solche Vorgänge seit dem 7. Oktober 2023 nicht mehr möglich seien.

Nach dem Hamas-Massaker und dem Amtsantritt von Gefängnischef Kobi Yaakobi sei die Politik gegenüber Sicherheitsgefangenen grundlegend verändert worden. Kontakte zwischen den betreffenden Häftlingen und der Außenwelt, über die ein solcher Schmuggel erfolgen könnte, gebe es nicht mehr.

Sollte die Darstellung der Familie stimmen, müsste das Sperma deshalb bereits vor dem 7. Oktober 2023 aus dem Gefängnis gelangt sein.

Bemerkenswert ist auch, wie der Fall in Hamas-nahen Medien dargestellt wird. Im Mittelpunkt steht nicht die Tat, wegen der al-Asmar im Gefängnis sitzt, sondern die Geburt der Kinder als Erfolg trotz israelischer Haft.

Genau diese Verschiebung ist Teil einer bekannten palästinensischen Erzählung, in der verurteilte Terroristen und Mörder nicht zwangsläufig gesellschaftlich geächtet werden, sondern als Gefangene des "Widerstands" gefeiert werden können.

Bei Basel al-Asmar bleibt jedoch entscheidend, weshalb er überhaupt im Gefängnis sitzt:

Wegen seiner Beteiligung an der Ermordung des israelischen Ministers Rehavam Ze'evi.

Autor: Redaktion
Bild Quelle: KI-generierte Illustration / haOlam.de

Artikel veröffentlicht am: Montag, 24. August 2026

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