IDF findet in libanesischem Grenzdorf mehr als 150 Waffen der Hisbollah
Israels Armee hat im südlibanesischen Hadatha nach eigenen Angaben mehr als 150 Waffen der Hisbollah sichergestellt und über 90 Terror-Infrastrukturen zerstört. Der Fund zeigt erneut, wie tief die Miliz in den Grenzorten verankert war.

Israels Armee hat im südlibanesischen Dorf Hadatha innerhalb des vergangenen Monats nach eigenen Angaben mehr als 150 Waffen der Hisbollah gefunden und sichergestellt. Wie die IDF am Montag mitteilte, gilt der Ort in der Sicherheitszone als wichtiger Schwerpunkt der Terroraktivitäten der schiitischen Miliz.
Den Angaben zufolge operierte dort die 401. Brigade. Im Verlauf der Einsätze seien mehr als 90 Terror-Infrastrukturen zerstört, mehr als 20 Hisbollah-Terroristen getötet und über 150 Waffen beschlagnahmt worden. Unter den Funden waren laut Armee Panzerabwehrraketen, RPG-Raketen, Maschinengewehre und Kalaschnikows.
Die Mitteilung ist ein weiterer Hinweis darauf, wie umfassend die Hisbollah den Süden des Libanon militärisch durchsetzt hatte. Für Israel ist das keine abstrakte Bedrohung, sondern eine direkte Gefahr für die Bewohner des Nordens. Waffenlager, Abschussstellungen und bewaffnete Strukturen in unmittelbarer Grenznähe belegen erneut, warum Israel auf einer echten Entwaffnung der Hisbollah und nicht auf bloßen politischen Erklärungen besteht.
Bereits in der vergangenen Woche hatte die IDF nach eigenen Angaben vier gezielte Angriffe gegen Hisbollah-Terroristen ausgeführt und dabei drei Kommandozentren der Organisation getroffen. Außerdem wurde im Dorf Majdal Zoun ein unterirdischer Terrortunnel entdeckt und zerstört.
Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Israel Katz erklärten dazu am Sonntagabend, der Tunnel habe eine Länge von rund 200 Metern und eine Tiefe von mehr als 25 Metern gehabt. In der Anlage seien Hunderte Waffen gefunden worden. Außerdem habe es mehrere Schächte gegeben, aus denen Raketen auf Israel abgefeuert werden sollten.
Die aktuellen Funde in Hadatha und der zerstörte Tunnel von Majdal Zoun unterstreichen aus israelischer Sicht, dass die Hisbollah ihre militärische Infrastruktur im Süden des Libanon systematisch ausgebaut hatte. Genau darin liegt auch der Kern der israelischen Sicherheitsforderung: Solange solche Stellungen, Depots und Tunnel existieren oder neu aufgebaut werden können, bleibt ein Rückzug ohne wirksame Kontrolle ein Risiko für die israelische Grenzbevölkerung.
Autor: Redaktion
Artikel veröffentlicht am: Montag, 6. Juli 2026