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Tunnel nahe Jerusalem entdeckt: Zwei Verdächtige nach DNA-Spuren festgenommen


Sicherheitskräfte haben nahe dem Übergang A-Zaim einen rund 25 Meter tiefen Tunnel entdeckt. Ermittler prüfen, ob er für Terroranschläge und das Einschleusen illegal aufhältiger Personen nach Israel dienen sollte.

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Nahe Jerusalem haben israelische Sicherheitskräfte einen mutmaßlichen Terrortunnel entdeckt und zwei Verdächtige festgenommen. Die Anlage wurde nach Angaben der Polizei in der Nähe des Übergangs A-Zaim gefunden und soll aus Richtung der palästinensischen Gebiete in Richtung israelisches Staatsgebiet gegraben worden sein. Der Tunnel lag demnach in einer Tiefe von rund 25 Metern. Die Ermittler prüfen den Verdacht, dass er für sicherheitsrelevante Straftaten, mögliche Terroraktivitäten und das Einschleusen illegal aufhältiger Personen nach Israel genutzt werden sollte.

Der Fund ist deshalb besonders brisant, weil er nicht aus Gaza oder aus dem Südlibanon gemeldet wurde, sondern aus dem Raum Jerusalem. Dort genügt bereits eine kleine Lücke in der Sicherheitsarchitektur, um eine unmittelbare Gefahr für Zivilisten, Sicherheitskräfte und Verkehrswege entstehen zu lassen. A-Zaim liegt an einer sensiblen Verbindung im Umfeld Jerusalems. Wer dort einen Tunnel gräbt, arbeitet nicht an einem harmlosen Versteck, sondern an einer Infrastruktur, die den Staat unterlaufen soll.

Nach den bisher bekannten Angaben wurde die Tunnelanlage zunächst vom Zivilverwaltungsapparat entdeckt und anschließend den Sicherheitskräften gemeldet. Beamte des Bezirks Judäa und Samaria sowie Kräfte der Grenzpolizei im Raum Jerusalem rückten an und sicherten den Bereich. Am Ort wurden nach Polizeiangaben Grabungswerkzeuge, Wasserflaschen, Handschuhe, Gesichtsmasken und weiteres Material gefunden, das nach dem Verdacht der Ermittler beim Graben verwendet wurde.

Entscheidend für die Festnahmen waren forensische Spuren. Ermittler der Kriminaltechnik sammelten am Fundort Beweise, darunter DNA-Spuren, die nach Angaben der Polizei zur Identifizierung der Verdächtigen führten. Festgenommen wurden ein Palästinenser aus al-Eizariya und ein Mann aus Ostjerusalem, beide in den Dreißigern. Sie wurden in einer gemeinsamen Operation von Grenzpolizei und Jerusalemer Polizeikräften am frühen Morgen festgenommen und zur Vernehmung gebracht.

Noch gilt: Der konkrete Zweck des Tunnels ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Verdächtigen sind nicht verurteilt, und die Sicherheitsbehörden müssen nun nachweisen, wer gegraben hat, wer mögliche Helfer waren und ob bereits ein konkreter Anschlagsplan bestand. Doch der Fund zeigt erneut, warum israelische Sicherheitsmaßnahmen im Raum Jerusalem nicht mit einfachen Parolen erklärt werden können. Tunnel, Sprengfallen, illegale Einschleusungen und vorbereitete Anschlagswege sind keine theoretischen Bedrohungen. Sie sind Teil einer Realität, mit der Israel seit Jahren umgehen muss.

Der Kommandeur der zentralen Ermittlungseinheit im Bezirk Judäa und Samaria, Moshe Cohen, sprach von der Vereitelung einer Sicherheitsbedrohung, bevor sie sich verwirklichen konnte. Nach seiner Darstellung zeigt der Fall die operative und kriminalistische Fähigkeit der Sicherheitskräfte, gefährliche Infrastruktur frühzeitig aufzudecken. Er kündigte an, gegen jeden Versuch, die Sicherheit israelischer Bürger zu gefährden, konsequent vorzugehen.

Für deutsche Beobachter ist dieser Fall ein wichtiger Hinweis. Wer israelische Sicherheitskontrollen, Übergänge und Sperranlagen nur als politische Symbole betrachtet, übersieht den Grund, aus dem sie bestehen: Menschen sollen nicht durch Tunnel, Sprengsätze oder bewaffnete Täter angegriffen werden können. Kein Staat würde hinnehmen, dass an sensiblen Übergängen unterirdische Wege gegraben werden, deren möglicher Zweck Terror, Einschleusung oder Angriffe auf Bürger ist.

Gerade im Raum Jerusalem ist Sicherheit keine abstrakte Debatte. Sie entscheidet darüber, ob ein normaler Weg zur Arbeit, zur Schule oder in die Stadt geschützt bleibt. Der Tunnel von A-Zaim macht sichtbar, was oft verborgen bleibt: Bedrohungen entstehen nicht erst im Moment des Anschlags. Sie beginnen dort, wo jemand Werkzeuge, Masken, Handschuhe und Zeit investiert, um den Staat unter der Erde zu umgehen.

Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Mittwoch, 24. Juni 2026

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