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Israel rechnet nicht mit Waffenruhe: Krieg mit Iran geht in nächste Phase


Hinter den Kulissen laufen Gespräche, doch in Jerusalem glaubt kaum jemand an eine schnelle Lösung. Die Fronten bleiben verhärtet. Die politische Botschaft ist eindeutig. Dieser Krieg wird nicht in wenigen Tagen enden.

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Israels Führung geht derzeit nicht davon aus, dass es kurzfristig zu einer Waffenruhe mit dem Iran kommt. Das bestätigten hochrangige Quellen aus Jerusalem.

Dabei liegt bereits ein Vermittlungsvorschlag auf dem Tisch. Über Pakistan wurde ein Konzept zwischen den USA und Iran ausgetauscht, das eine zweistufige Lösung vorsieht. Zunächst eine begrenzte Waffenruhe von 45 Tagen, anschließend Verhandlungen über ein dauerhaftes Abkommen.

Doch genau an diesem Punkt beginnt das Problem. Teheran zeigt bislang keine Bereitschaft, zentrale Forderungen zu erfüllen. Dazu gehört insbesondere die Wiederöffnung der Straße von Hormus.

Enge Abstimmung mit Washington

Israel und die Vereinigten Staaten stehen nach Einschätzung israelischer Vertreter derzeit enger zusammen als je zuvor. Die Zusammenarbeit zwischen Donald Trump und Benjamin Netanyahu gilt als besonders abgestimmt.

Dennoch verfolgen beide Länder eigene strategische Ziele. Während Washington stärker auf eine politische Lösung drängt, bleibt Israel auf sicherheitspolitische Ergebnisse fokussiert.

Trump hat den Druck zuletzt deutlich erhöht. Er stellte Teheran ein klares Ultimatum und drohte mit massiven Konsequenzen, sollte keine Einigung zustande kommen.

Hormus als Schlüsselproblem

Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Kontrolle über die Straße von Hormus. Für die internationale Gemeinschaft ist sie entscheidend für den globalen Energiefluss.

Iran nutzt diese Position als Druckmittel. Ohne Zugeständnisse ist Teheran offenbar nicht bereit, die Passage vollständig freizugeben.

Damit wird eine mögliche Waffenruhe kompliziert. Denn ohne Lösung in dieser Frage bleibt jeder Deal unvollständig.

Zwei Szenarien stehen im Raum

Die aktuelle Lage deutet auf zwei mögliche Entwicklungen hin. Entweder gelingt es den Vermittlern, zumindest eine temporäre Waffenruhe zu erreichen. Oder der Konflikt geht in eine intensivere Phase über.

Israel bereitet sich offensichtlich auf Letzteres vor. Die militärischen Operationen werden fortgesetzt, während gleichzeitig diplomatische Optionen offen gehalten werden.

Ein Krieg ohne schnellen Ausgang

Für Israel ist die Lage klar. Solange die Bedrohung durch Iran nicht nachhaltig reduziert ist, bleibt eine Waffenruhe zweitrangig.

Die aktuellen Gespräche zeigen zwar Bewegung, aber keinen Durchbruch. Zu groß sind die Differenzen, zu unterschiedlich die Interessen.

Der Krieg tritt damit in eine neue Phase ein. Eine Phase, in der Entscheidungen nicht mehr kurzfristig fallen, sondern langfristige Konsequenzen haben.

Autor: Redaktion
Bild Quelle: By The White House - https://www.flickr.com/photos/202101414@N05/54822870395/, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=175854388

Artikel veröffentlicht am: Dienstag, 7. April 2026

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