Trump spricht offen von Regimewechsel im Iran und stellt schnellen Deal in Aussicht
Washington sieht die iranische Führung zerschlagen und verhandelt gleichzeitig weiter. Öl, Hormus und mögliche Bodeneinsätze bleiben zentrale Hebel im Krieg.

US-Präsident Donald Trump erklärt den laufenden Krieg gegen den Iran faktisch für eine politische Zäsur. Die gezielten Angriffe auf die iranische Führung seien mehr als militärische Schläge. Sie kämen einem Regimewechsel gleich.
Seine Aussage ist konkret. Die bisherige Führung sei „zerstört“, große Teile der zweiten Führungsebene ebenfalls. Nun habe man es mit neuen Akteuren zu tun, die laut Trump „sehr vernünftig“ seien.
Diese Darstellung ist politisch brisant. Denn formal existiert das iranische System weiter. Doch Trump versucht klar, die gezielten Tötungen von Spitzenfunktionären als strukturellen Bruch zu definieren.
Gleichzeitig betont er, dass die Verhandlungen über ein Ende des Krieges Fortschritte machen. Nach seinen Angaben habe Iran einem Großteil der amerikanischen Forderungen zugestimmt. Eine endgültige Bestätigung aus Teheran gibt es dafür bislang nicht.
Trump spricht von einem möglichen Abkommen in naher Zukunft. Gleichzeitig bleibt seine Linie widersprüchlich. Er räumt ein, dass Gespräche mit dem Iran immer wieder scheitern könnten und militärische Schritte parallel weiterlaufen.
Öl, Hormus und militärische Optionen
Im Zentrum der Verhandlungen steht neben dem Atomprogramm vor allem die Kontrolle über Energie und Transportwege.
Trump erklärt, dass Iran zugestimmt habe, Tanker durch die Straße von Hormus passieren zu lassen. Konkret nennt er die Zahl von zunächst 10, später 20 Schiffen, die die Passage nutzen dürfen. Diese Route ist entscheidend, da rund 20 Prozent des weltweiten Öl und Gastransports hier verlaufen.
Parallel dazu bringt Trump erneut militärische Optionen ins Spiel. Er spricht offen darüber, iranische Ölanlagen unter Kontrolle zu bringen. Besonders im Fokus steht die Insel Kharg, über die etwa 90 Prozent der iranischen Ölexporte abgewickelt werden.
Seine Aussage ist eindeutig. Eine Einnahme dieser Insel sei möglich und militärisch relativ leicht umzusetzen. Gleichzeitig würde ein solcher Schritt eine längere Präsenz amerikanischer Truppen im Iran erfordern.
Damit steht eine mögliche Bodenoperation weiterhin im Raum, auch wenn keine Entscheidung getroffen ist.
Atomprogramm und Druck auf Teheran
Ein zentraler Punkt der US-Forderungen bleibt das iranische Atomprogramm. Trump erklärt, Iran werde seine nuklearen Kapazitäten aufgeben und angereichertes Material übergeben. Experten sehen darin einen entscheidenden Schritt, da hoch angereichertes Uran als Grundlage für Waffen gilt.
Sollte Iran diese Forderungen nicht erfüllen, formuliert Trump eine klare Drohung. Das Land werde dann keine Zukunft als funktionierender Staat haben.
Gleichzeitig wird deutlich, dass die USA versuchen, mit neuen Machtstrukturen im Iran zu arbeiten. Im Fokus steht dabei der Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, der als zentraler Ansprechpartner gilt, obwohl er eng mit den Revolutionsgarden verbunden ist.
Krieg beeinflusst Weltwirtschaft
Die Auswirkungen gehen weit über die Region hinaus. Die Unsicherheit im Persischen Golf treibt die Ölpreise stark nach oben. Der Brent Preis steigt zuletzt auf über 115 Dollar pro Barrel.
Gleichzeitig geraten Finanzmärkte unter Druck. In Asien verlieren wichtige Indizes deutlich an Wert, während weltweit die Sorge vor steigender Inflation und wirtschaftlicher Abschwächung wächst.
Zwischen Verhandlung und Eskalation
Die Aussagen aus Washington zeigen eine doppelte Strategie. Einerseits wird verhandelt, andererseits werden militärische Optionen offen gehalten und teilweise vorbereitet.
Trump beschreibt den Krieg als weiter fortgeschritten als ursprünglich geplant. Gleichzeitig bleibt unklar, ob ein Abkommen tatsächlich erreicht wird oder ob sich die Lage weiter zuspitzt.
Für Israel ist diese Entwicklung zentral. Die Entscheidungen der USA über Verhandlungen oder eine Ausweitung der militärischen Maßnahmen werden direkten Einfluss auf den weiteren Verlauf des Krieges haben.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By DHSgov - https://www.flickr.com/photos/126057486@N04/55171032877/, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=187236289
Artikel veröffentlicht am: Montag, 30. März 2026