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Israel öffnet Schulen in mehreren Regionen trotz fortgesetzter Raketenbedrohung


Nach neuen Sicherheitsbewertungen lockert die israelische Armee in Teilen des Landes die Einschränkungen des Kriegsalltags. In mehreren Regionen dürfen Schulen wieder öffnen, weil dort das Risiko von Raketenangriffen aus Iran und durch die Hisbollah geringer eingeschätzt wird.

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Die israelische Armee hat angekündigt, dass Schulen in mehreren Regionen des Landes wieder öffnen dürfen. Grundlage ist eine neue Sicherheitsbewertung des Heimatschutzkommandos der israelischen Armee, das für den Schutz der Zivilbevölkerung während des Krieges verantwortlich ist.

Nach Angaben des Militärs treten die neuen Regelungen am Montagmorgen um sechs Uhr in Kraft. In den betroffenen Regionen wird die bisher geltende Einstufung von „eingeschränkter Aktivität“ auf „teilweise Aktivität“ geändert.

Zu den Regionen, in denen die Lockerungen gelten sollen, gehören das Beit-Schean-Tal, das Jordantal, Judäa und Samaria, das Gebiet rund um das Tote Meer, der westliche Teil der Region Lachisch sowie mehrere Orte im Süden des Landes. Dazu zählen Gemeinden an der Grenze zum Gazastreifen, der westliche Negev, der südliche Negev und die Region Arava im äußersten Süden Israels.

Mit der neuen Einstufung dürfen Bildungseinrichtungen wieder öffnen, sofern geeignete Schutzräume vorhanden sind, die im Fall eines Raketenalarms rechtzeitig erreicht werden können. Die israelische Armee betont, dass die Sicherheit der Schüler weiterhin oberste Priorität hat.

Neben dem Schulbetrieb werden auch Versammlungen unter bestimmten Bedingungen wieder erlaubt. In geschlossenen Räumen dürfen sich bis zu einhundert Menschen versammeln, im Freien bis zu fünfzig. Voraussetzung bleibt, dass ein Schutzraum in kurzer Zeit erreichbar ist.

Das Heimatschutzkommando begründet die Lockerungen damit, dass die Bedrohung durch iranische ballistische Raketen und durch Raketenangriffe der Hisbollah in diesen Regionen deutlich geringer eingeschätzt wird als in anderen Teilen des Landes. Entsprechend seien dort auch weniger Raketenalarme registriert worden.

Gleichzeitig betonen Militärvertreter, dass die Lockerungen nicht bedeuten, dass keine Angriffe mehr möglich sind. Auch in den betroffenen Regionen könne es weiterhin zu Raketenalarm kommen, weshalb die Bevölkerung weiterhin aufmerksam bleiben müsse.

In anderen Teilen Israels bleiben die Einschränkungen dagegen bestehen. Dort gilt weiterhin die Einstufung „eingeschränkte Aktivität“. In diesen Gebieten dürfen Schulen weiterhin nicht öffnen.

Auch Versammlungen bleiben dort stark begrenzt. Treffen von bis zu fünfzig Personen sind nur erlaubt, wenn ein Schutzraum schnell erreichbar ist. Arbeitsplätze dürfen ebenfalls nur unter diesen Sicherheitsbedingungen betrieben werden.

Die israelische Armee versucht mit diesem abgestuften System, das öffentliche Leben dort vorsichtig wieder zu normalisieren, wo das Risiko für die Bevölkerung derzeit geringer eingeschätzt wird, ohne gleichzeitig die Sicherheitsvorkehrungen vollständig aufzuheben.

Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Sonntag, 15. März 2026

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