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Hisbollah startet koordinierte Raketenangriffe auf Nordisrael, Bevölkerung soll Schutzräume nicht verlassen


Dutzende Raketen schlagen am Abend in Nordisrael ein und lösen Sirenen von Haifa bis zu den Golanhöhen aus. Die Behörden warnen vor einer möglichen Intensivierung der Angriffe in der Nacht.

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Während Israel weiterhin militärisch gegen das iranische Regime vorgeht, versucht die Hisbollah offenbar, die Nordfront zu öffnen und den Druck auf die israelische Bevölkerung zu erhöhen.

In Nordisrael ist am Mittwochabend eine neue Phase der Eskalation eingetreten. Nach Angaben der israelischen Armee wurden aus dem Libanon Dutzende Raketen in Richtung der Städte und Gemeinden im Norden abgefeuert. Sirenen heulten nahezu gleichzeitig in der gesamten Region zwischen Galiläa, den Golanhöhen und der Hafenstadt Haifa.

Die Raketenangriffe trafen vor allem das Gebiet rund um die Bucht von Haifa. Rettungsdienste berichteten, dass ein Mann in den Fünfzigern durch herumfliegende Trümmerteile leicht verletzt wurde. Einsatzkräfte suchten anschließend mehrere Einschlagsorte ab, um weitere mögliche Schäden zu überprüfen.

Nach Einschätzung israelischer Sicherheitsbehörden handelte es sich nicht um vereinzelte Abschüsse, sondern um einen koordinierten Angriff. Raketen seien nahezu gleichzeitig aus mehreren Abschussstellungen im Libanon gestartet worden. Hinter diesen Angriffen steht die schiitische Terrororganisation Hezbollah, die seit Jahren vom iranischen Regime finanziert und militärisch ausgerüstet wird.

Nordfront unter wachsendem Druck

Die Angriffe aus dem Libanon erfolgten nur kurze Zeit nach einem weiteren Raketenalarm in Zentralisrael. Dort hatten iranische Raketenabschüsse Sirenen in zahlreichen Städten ausgelöst, darunter auch in der Hauptstadt Jerusalem sowie in mehreren Orten in Judäa und Samaria. Nach Angaben des Militärs wurden diese Geschosse abgefangen.

Die zeitliche Nähe der Angriffe deutet auf eine abgestimmte Strategie hin. Während Israel militärische Ziele des iranischen Regimes angreift, versucht die Hisbollah offenbar, durch Raketenangriffe auf die israelische Zivilbevölkerung eine zusätzliche Front zu eröffnen und Israel zu binden.

Lokale Behörden im Norden reagierten mit deutlichen Warnungen an die Bevölkerung. Mehrere Bürgermeister und Regionalratschefs forderten Einwohner auf, sich möglichst in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten und Aufenthalte im Freien zu vermeiden.

Der Leiter des Regionalrats von Shlomi erklärte in einer Mitteilung an die Bevölkerung, dass nach Einschätzung der Armee mit einer intensiveren Beschussphase in den kommenden Stunden gerechnet werden müsse. Die Angriffe könnten häufiger erfolgen als in den vergangenen Tagen und möglicherweise auch größere Entfernungen erreichen.

Auch in der Region Mateh Asher riefen lokale Behörden die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Einwohner wurden gebeten, Schutzräume jederzeit schnell erreichen zu können und größere Menschenansammlungen zu vermeiden. In mehreren Gemeinden wurden zusätzlich lokale Sicherheitswarnungen ausgegeben.

Trotz dieser Warnungen betonte das israelische Militär, dass es derzeit keine Änderung der offiziellen Schutzanweisungen gebe. Die Armee verfüge weiterhin über robuste Abwehrsysteme und beobachte die Lage laufend.

Ein Sprecher der Streitkräfte erklärte, die Armee sei auf verschiedene Szenarien vorbereitet und werde jede notwendige Maßnahme ergreifen, um die Bevölkerung zu schützen. Gleichzeitig forderte er die Menschen auf, den Anweisungen des Zivilschutzes strikt zu folgen.

Seit Beginn des Krieges wurden nach militärischen Angaben mehr als 250 Raketen aus dem Iran und über 450 Geschosse aus dem Libanon auf Israel abgefeuert. Hinzu kommen zahlreiche Drohnenangriffe. Mehr als 150 Drohnen wurden aus dem Iran gestartet, weitere Dutzende aus dem Libanon.

Die aktuelle Angriffswelle zeigt erneut, wie stark der Konflikt über mehrere Fronten hinweg geführt wird. Während Israel militärisch gegen die Infrastruktur des iranischen Regimes vorgeht, versuchen dessen Stellvertreterorganisationen in der Region, Israel durch Raketenangriffe auf Städte unter Druck zu setzen.

Für die Menschen im Norden Israels bedeutet das vor allem eines: eine weitere Nacht unter der ständigen Bedrohung durch Sirenen, Raketen und Schutzräume.

Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot X

Artikel veröffentlicht am: Mittwoch, 11. März 2026

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