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Iran setzt Raketenangriffe fort 89 Verletzte, Verdacht auf Einsatz von Streumunition


Der Iran greift Israel weiter mit ballistischen Raketen an. Rettungskräfte behandeln Dutzende Verletzte, während das Militär vor einer neuen gefährlichen Gefechtskopfart warnt.

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Die israelischen Streitkräfte haben am Abend einen weiteren Start ballistischer Raketen aus dem Iran festgestellt. Nach Angaben der Armee werden Sirenen im Norden Israels erwartet. Zuvor war bereits in Zentralisrael Raketenalarm ausgelöst worden, nachdem neue Starts erkannt worden waren. Die Luftverteidigungssysteme sind weiterhin im Einsatz, um die Geschosse abzufangen und Einschläge im Staatsgebiet zu verhindern.

Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, dass insgesamt 89 Menschen infolge der iranischen Raketenangriffe medizinisch behandelt wurden. Die meisten Verletzungen waren leicht und indirekt verursacht.

Ein 16jähriger wurde in Kfar Qasim durch Raketensplitter verletzt. In Ka abiyye Tabash Hajajrem wurde ein Mann in seinen fünfziger Jahren durch die Druckwelle einer Explosion verletzt. In Tirat Carmel wurde ein 53jähriger verletzt, nachdem er infolge eines Raketeneinschlags aus großer Höhe gestürzt war.

Weitere 86 Menschen verletzten sich laut Rettungsdienst auf dem Weg in Schutzräume, meist durch Stürze während der Alarmphase. Zusätzlich wurden sechs Personen wegen akuter Angstzustände behandelt.

Die israelischen Streitkräfte erklärten außerdem, dass der Iran möglicherweise ballistische Raketen mit Streumunitions Gefechtsköpfen eingesetzt hat. Diese Gefechtsköpfe öffnen sich während des Abstiegs und verteilen etwa 20 einzelne Sprengkörper, die jeweils rund 2,5 Kilogramm Sprengstoff enthalten. Diese Submunition wird über ein Gebiet mit einem Radius von etwa acht Kilometern verteilt und erhöht die Gefahr für Menschen und Infrastruktur erheblich.

Nach Angaben der Armee hatte der Iran bereits im Krieg im Juni 2025 solche Waffen eingesetzt. Trotz dieser Entwicklung gibt es derzeit keine Änderung der Schutzanweisungen für die Bevölkerung. Das Heimatschutzkommando weist die Bürger weiterhin an, bei Alarm sofort Schutzräume aufzusuchen und dort zu bleiben, bis eine offizielle Entwarnung erfolgt.

Die iranischen Angriffe erfolgen als direkte Reaktion auf die gemeinsame israelisch amerikanische Militäraktion gegen militärische Ziele des iranischen Regimes. Die israelischen Streitkräfte betonten, dass sie weiterhin Raketenstarts erkennen, abfangen und gleichzeitig militärische Infrastruktur im Iran angreifen, um weitere Angriffe zu verhindern.

Die Lage bleibt angespannt. Weitere Raketenstarts aus dem Iran werden weiterhin registriert, und die israelischen Verteidigungssysteme bleiben landesweit in höchster Alarmbereitschaft.

Autor: Redaktion

Artikel veröffentlicht am: Samstag, 28. Februar 2026

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