Trump-Berater erwägen israelischen Erstschlag gegen Iran zur Vorbereitung eines US-Kriegs
Washington diskutiert offenbar ein Szenario, das Israel an die Front zwingt. Hinter verschlossenen Türen geht es nicht um Diplomatie, sondern um politische Kalkulation. Israel könnte den ersten Schlag führen, damit Amerika den Krieg leichter erklären kann.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt nach Berichten aus Washington eine Strategie, die für Israel von historischer Tragweite wäre. Hochrangige Berater im Weißen Haus sollen intern die Ansicht vertreten, dass ein israelischer Angriff auf Iran politisch vorteilhaft wäre, weil ein solcher Schritt den Vereinigten Staaten den Weg zu einer eigenen militärischen Intervention erleichtern würde. Hinter dieser Überlegung steht ein nüchterner politischer Gedanke: Wenn Iran nach einem israelischen Angriff amerikanische Ziele angreift, würde dies in den Vereinigten Staaten die Unterstützung für einen Krieg deutlich erhöhen.
Diese Diskussionen fallen in eine Phase höchster Spannung zwischen Washington und Teheran. Für Präsident Trump steht fest, dass Iran keine Atomwaffen besitzen darf. Gleichzeitig betont seine Regierung öffentlich weiterhin, dass eine diplomatische Lösung bevorzugt wird. Doch die internen Überlegungen zeigen, wie ernst die militärische Option inzwischen genommen wird. Es geht nicht mehr nur um Abschreckung, sondern um konkrete Szenarien, wie ein Krieg politisch vorbereitet werden könnte.
Für Israel ist diese Situation hochkomplex. Einerseits ist die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm seit Jahrzehnten eine zentrale strategische Herausforderung. Die Führung in Jerusalem hat wiederholt klargemacht, dass ein nuklear bewaffneter Iran eine existenzielle Gefahr darstellt. Andererseits würde ein israelischer Erstschlag eine unmittelbare militärische Reaktion auslösen, die nicht nur Israel, sondern die gesamte Region in Brand setzen könnte.
Die amerikanischen Überlegungen zeigen zugleich, wie stark Israel militärisch und strategisch in die globale Sicherheitsarchitektur der Vereinigten Staaten eingebunden ist. Israel wird in Washington nicht als Randakteur gesehen, sondern als entscheidender Faktor, der Entwicklungen auslösen kann, die den weiteren Verlauf eines Konflikts bestimmen.
Gleichzeitig gibt es innerhalb der amerikanischen Regierung auch warnende Stimmen. Ein Angriff auf Iran könnte zu erheblichen Verlusten führen. Amerikanische Militärbasen im Nahen Osten wären mögliche Ziele iranischer Raketen. Auch die Gefahr einer regionalen Kettenreaktion ist real. Iran verfügt über ein Netzwerk von Stellvertreterorganisationen, die von Libanon bis Jemen operieren und jederzeit aktiviert werden könnten.
Hinzu kommt eine globale Dimension. Ein Krieg gegen Iran würde militärische Ressourcen binden und könnte andere Rivalen der Vereinigten Staaten ermutigen, eigene strategische Schritte zu unternehmen. Diese Sorge spielt in Washington eine wichtige Rolle.
Für Israel selbst bleibt die zentrale Frage unverändert. Das Land hat in seiner Geschichte wiederholt gezeigt, dass es bereit ist, allein zu handeln, wenn seine Existenz bedroht ist. Doch die Möglichkeit, dass ein solcher Schritt Teil einer größeren amerikanischen Strategie sein könnte, verändert die Lage grundlegend. Israel wäre nicht nur Verteidiger seiner eigenen Sicherheit, sondern auch Auslöser einer globalen militärischen Eskalation.
Die kommenden Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Iran in Genf könnten daher eine entscheidende Bedeutung haben. Sie sind möglicherweise die letzte Gelegenheit, eine militärische Konfrontation zu verhindern. Sollte die Diplomatie scheitern, könnte die Entscheidung über Krieg oder Frieden schneller fallen, als viele es heute noch für möglich halten.
Israel steht damit erneut im Zentrum der Weltpolitik. Nicht als Beobachter, sondern als möglicher Ausgangspunkt einer Entwicklung, die den gesamten Nahen Osten verändern würde.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By IDF Spokesperson"s Unit, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=85937437
Artikel veröffentlicht am: Donnerstag, 26. Februar 2026