USA und Israel bereiten möglichen Militärschlag gegen Iran vor
Nach gescheiterten Gesprächen wächst in Washington die Bereitschaft zum Angriff. Trumps Regierung verlegt Streitkräfte, während Teheran weiter auf Konfrontation setzt. Ein Krieg ist keine ferne Drohung mehr.

Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem iranischen Regime haben eine neue, gefährliche Stufe erreicht. Hinter verschlossenen Türen wächst die Überzeugung, dass eine militärische Konfrontation nicht mehr nur eine theoretische Option ist, sondern eine konkrete Möglichkeit. Berichte aus amerikanischen Regierungskreisen sprechen davon, dass ein umfassender militärischer Einsatz bereits „sehr bald“ beginnen könnte, falls die laufenden Gespräche endgültig scheitern.
Dabei geht es nicht um einen begrenzten Schlag, sondern um ein Szenario, das einem echten Krieg gleichkäme. Ein solcher Einsatz würde sich über Wochen erstrecken und weitreichende Ziele umfassen. Anders als frühere Einzeloperationen würde er auf die militärische und strategische Infrastruktur des iranischen Regimes abzielen.
Diese Entwicklung kommt nicht überraschend. Seit Wochen verlegen die USA massiv Streitkräfte in den Nahen Osten. Moderne Kampfjets und einer der größten Flugzeugträger der amerikanischen Marine befinden sich auf dem Weg in die Region. Gleichzeitig stocken die diplomatischen Gespräche über das iranische Atomprogramm. Zwar sprechen beide Seiten öffentlich von Fortschritten, doch hinter den Kulissen bleiben zentrale Fragen ungelöst.
Für Israel ist diese Situation von existenzieller Bedeutung. Das iranische Regime hat über Jahrzehnte hinweg offen zur Vernichtung Israels aufgerufen, Terrororganisationen finanziert und militärisch aufgerüstet. Jede Verzögerung bei der Eindämmung des iranischen Atomprogramms erhöht die Gefahr, dass Teheran eines Tages über die Fähigkeit verfügt, seine Drohungen umzusetzen.
In Jerusalem ist die Erinnerung an den letzten direkten Konflikt mit Iran noch frisch. Der kurze, aber intensive Krieg vor wenigen Monaten hat gezeigt, wie schnell die Region in Flammen stehen kann. Ein neuer Krieg, diesmal gemeinsam mit den Vereinigten Staaten geführt, hätte eine völlig andere Dimension.
Gleichzeitig sendet Teheran widersprüchliche Signale. Während iranische Vertreter bei internationalen Treffen von Diplomatie sprechen, halten sie an ihrem Raketenprogramm fest und betonen ihr Recht auf militärische Stärke. Diese Strategie ist typisch für das Regime. Verhandlungen werden genutzt, um Zeit zu gewinnen, während die militärischen Fähigkeiten weiter ausgebaut werden.
In Washington wächst deshalb die Ungeduld. Präsident Donald Trump hat mehrfach deutlich gemacht, dass er eine atomare Bewaffnung Irans unter keinen Umständen akzeptieren wird. Die amerikanische Führung sieht darin nicht nur eine Bedrohung für Israel, sondern für die gesamte internationale Ordnung. Ein nuklear bewaffneter Iran würde ein Wettrüsten im Nahen Osten auslösen und die Welt dauerhaft destabilisieren.
Die Krise zwischen den USA und Iran dauert bereits seit Wochen an. Militärische Drohungen, Truppenbewegungen und festgefahrene Gespräche zeigen, wie nah die Situation an einer offenen Konfrontation ist.
Für Israel ist die Lage klar. Ein Iran mit nuklearen Fähigkeiten wäre keine abstrakte Gefahr, sondern eine direkte Bedrohung für das Überleben des jüdischen Staates. Die Führung in Jerusalem weiß, dass sie sich im Zweifel nicht auf Worte verlassen kann, sondern auf Entschlossenheit und militärische Stärke.
Die kommenden Wochen könnten daher über die Zukunft der gesamten Region entscheiden. Entweder gelingt es, Iran durch Druck und Diplomatie zu stoppen, oder der Nahe Osten steht vor einem Krieg, dessen Folgen die Welt noch jahrzehntelang spüren würde.
Autor: Bernd Geiger
Bild Quelle: By Official White House photo - https://www.instagram.com/p/BkkvzBFghw2/?taken-by=whitehouse, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=71483172
Artikel veröffentlicht am: Donnerstag, 19. Februar 2026