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US Senator Graham warnt in Jerusalem: Überlebt Irans Regime, wird Hamas wieder zur tödlichen Bedrohung


In Jerusalem spricht ein führender US Senator offen aus, was in Israel viele denken. Wenn Teheran bestehen bleibt, werden Hamas, Hisbollah und andere Terrorarmeen neu bewaffnet und der nächste Krieg ist nur eine Frage der Zeit.

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Der amerikanische Senator Lindsey Graham hat in Jerusalem eine Warnung ausgesprochen, deren Bedeutung für Israel kaum überschätzt werden kann. Sollte das iranische Regime überleben, werde es seine Terrornetzwerke erneut aufbauen und Hamas wieder zu einer unmittelbaren Gefahr für Israel machen. Diese Einschätzung ist keine theoretische Analyse, sondern eine nüchterne Beschreibung einer Realität, die Israel seit Jahrzehnten erlebt. Der Iran ist nicht nur ein Staat, sondern das Zentrum eines Systems, das Terror finanziert, bewaffnet und lenkt. Wenn dieses Zentrum bestehen bleibt, bleibt auch die Bedrohung bestehen.

Graham äußerte sich nach Gesprächen mit Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, Oppositionsführer Yair Lapid und weiteren israelischen Entscheidungsträgern. Seine Worte spiegeln die strategische Sicht wider, die in Jerusalem seit langem vorherrscht. Hamas ist nicht isoliert entstanden. Sie wurde über Jahre hinweg vom Iran unterstützt, ausgebildet und ausgerüstet. Ohne diese Unterstützung hätte die Terrororganisation niemals die militärischen Fähigkeiten entwickelt, die sie am 7. Oktober einsetzte, als sie israelische Familien ermordete, Städte überfiel und das Land in einen Krieg zwang.

Nach Grahams Einschätzung befindet sich das iranische Regime derzeit in einer historischen Schwächephase. Proteste im Inneren und der militärische Druck auf seine Verbündeten haben das System erschüttert. Er betonte, dass die Entschlossenheit Israels nach dem Massaker der Hamas eine zentrale Rolle dabei gespielt habe, die iranische Macht zu erschüttern. Israel habe gezeigt, dass es nicht bereit ist, seine Existenz erneut in Frage stellen zu lassen. Diese Haltung habe nicht nur Hamas getroffen, sondern das gesamte Netzwerk, das Teheran über Jahrzehnte aufgebaut hat.

Doch Graham warnte ebenso deutlich vor den Folgen eines Scheiterns. Wenn der Westen jetzt zurückweicht und das iranische Regime stabil bleibt, werde dies weitreichende Konsequenzen haben. Hamas werde sich neu bewaffnen, Hisbollah werde stärker werden und der Iran werde seine Rolle als führender Unterstützer des internationalen Terrorismus weiter ausbauen. Für Israel würde dies bedeuten, dass die Bedrohung nicht verschwindet, sondern zurückkehrt, möglicherweise stärker und besser vorbereitet als zuvor.

Diese Warnung betrifft nicht nur Israel. Graham machte deutlich, dass auch die politischen Fortschritte der vergangenen Jahre auf dem Spiel stehen. Die Abraham Abkommen, die Beziehungen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten normalisiert haben, könnten unter dem Druck eines gestärkten Iran zerbrechen. Diese Abkommen sind nicht nur diplomatische Dokumente, sondern ein strategischer Wandel im Nahen Osten. Ihr Fortbestand hängt davon ab, dass der Iran nicht die Oberhand gewinnt.

Der Senator zog einen historischen Vergleich, um die Dimension seiner Warnung zu verdeutlichen. Er beschrieb das iranische Regime als eine ideologische Macht, deren Einfluss weit über ihre Grenzen hinausreicht. In seinen Augen steht die Welt an einem Punkt, an dem Entscheidungen getroffen werden müssen, die den Verlauf der kommenden Jahrzehnte bestimmen werden. Die Vereinigten Staaten stehen vor der Wahl, ihre Unterstützung für die iranische Bevölkerung und ihre Verbündeten fortzusetzen oder das Risiko einzugehen, ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Für Israel ist diese Situation existenziell. Das Land hat immer wieder erfahren, dass Bedrohungen aus Teheran nicht abstrakt bleiben. Sie werden zu Raketen, zu Waffen und zu Angriffen. Hamas, Hisbollah und andere Gruppen sind die sichtbaren Werkzeuge einer Strategie, deren Ziel die Zerstörung Israels ist. Wenn das iranische Regime geschwächt oder ersetzt wird, könnte sich das strategische Gleichgewicht grundlegend verändern. Wenn es jedoch überlebt, wird Israel sich auf die nächste Konfrontation vorbereiten müssen.

Die Worte Grahams sind deshalb nicht nur eine politische Stellungnahme. Sie sind eine Erinnerung daran, dass die Sicherheit Israels untrennbar mit der Zukunft des Iran verbunden ist. Solange in Teheran ein Regime herrscht, das Israels Existenz ablehnt und seine Feinde bewaffnet, bleibt der Konflikt bestehen. Die kommenden Monate könnten entscheiden, ob sich diese Realität verändert oder ob Israel sich erneut auf einen langen Kampf einstellen muss.

Autor: Redaktion
Bild Quelle: By FinnishGovernment - https://www.flickr.com/photos/62216677@N07/53922478520/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=151475004

Artikel veröffentlicht am: Dienstag, 17. Februar 2026

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