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Hamas-Chef Mashaal verhöhnt die Welt und kündigt neue Gewalt an


Während über Wiederaufbau und Frieden gesprochen wird, macht die Terrororganisation unmissverständlich klar, dass sie an ihren Waffen festhält. Die Botschaft aus Katar lautet: Kein Abrüsten, keine Reue, keine Veränderung.

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Auf einem internationalen Forum in Doha hat Khaled Mashaal, der politische Führer der Hamas im Ausland, erneut offen ausgesprochen, was in Israel niemand überrascht. Die Terrororganisation denkt nicht daran, ihre Waffen abzugeben. Im Gegenteil. Mashaal erklärte vor laufenden Kameras, eine Entwaffnung würde die Palästinenser zu leichten Opfern machen, die von Israel ausgelöscht werden könnten. Mit diesen Worten offenbarte er nicht nur die ideologische Starrheit der Hamas, sondern auch die ganze Heuchelei der sogenannten Waffenruhe.

Die Aussage fiel am zweiten Tag des Al-Jazeera-Forums in Katar. Dort präsentierte Mashaal sich als Vertreter eines angeblich unterdrückten Volkes, das nur durch bewaffneten Widerstand überleben könne. Solange die Palästinenser unter Besatzung stünden, sei jede Diskussion über Abrüstung ein Versuch, sie schutzlos zu machen, sagte er. Israel, so seine Behauptung, verfüge über internationale Waffenarsenale und warte nur darauf, die Menschen in Gaza zu vernichten.

Es ist eine altbekannte Rhetorik. Sie verdreht Ursache und Wirkung. Sie macht aus einer international anerkannten Terrororganisation ein Opfer und aus dem jüdischen Staat den angeblichen Aggressor. Vor allem aber zeigt sie, wie wenig ernst die Hamas jede Form von Friedensprozess nimmt.

Nach den Bedingungen der aktuellen, von den Vereinigten Staaten vermittelten Waffenruhe soll der Gazastreifen in der zweiten Phase entmilitarisiert werden. Die Hamas soll die Kontrolle über das Gebiet an ein ziviles Verwaltungsgremium abgeben. Doch genau dieses Kernstück des Abkommens lehnt Mashaal offen ab. Er spricht zwar von Wiederaufbau und humanitärer Hilfe, doch im selben Atemzug stellt er klar, dass dies nicht mit Abrüstung verbunden sein dürfe.

Seine Worte entlarven den wahren Plan der Hamas. Statt die Zukunft Gazas friedlich zu gestalten, will die Organisation lediglich Zeit gewinnen. Mashaal erklärte, man strebe eine langfristige Vereinbarung an, in der die Hamas ihre Waffen behält, sich aber für einige Jahre verpflichtet, sie nicht einzusetzen. Als Zeitraum nannte er fünf, sieben oder sogar zehn Jahre. Diese Zusage solle von verbündeten Staaten garantiert werden.

Mit anderen Worten. Die Hamas fordert das Recht, ihre Arsenale zu behalten, sich neu zu formieren und auf den nächsten Krieg zu warten. Genau das ist der Kern seiner Botschaft. Eine Pause, kein Frieden.

Die britische Sicherheitsexpertin Dr. Lynette Nusbacher brachte diese Strategie treffend auf den Punkt. Der vorgeschlagene Zeitraum entspreche exakt der Zeit, die die Hamas benötige, um sich nach zwei Jahren Krieg neu aufzubauen, neue Kämpfer auszubilden und sich wieder aufzurüsten. Jeder wisse das, erklärte sie. Die Hamas-Führung wolle lediglich ungestört regenerieren.

Diese Einschätzung deckt sich vollständig mit israelischen Erfahrungen der Vergangenheit. Nach jeder Waffenruhe nutzte die Hamas die Ruhe, um Raketen zu produzieren, Tunnel zu graben und neue Anschläge vorzubereiten. Der 7. Oktober 2023 war das Ergebnis genau solcher Phasen vermeintlicher Stabilität.

Mashaal ging in Doha noch weiter. Er behauptete, Widerstand sei ein natürliches Recht unter Besatzung und durch internationales Recht gedeckt. Terrorismus als legitimes Mittel zu bezeichnen, ist eine zynische Verdrehung juristischer Begriffe. Die Massaker, Entführungen und Raketenangriffe der Hamas haben nichts mit Widerstand zu tun, sondern mit gezielter Gewalt gegen Zivilisten.

Besonders entlarvend waren seine Worte zur Frage der Staatlichkeit. Der 7. Oktober, sagte er, sei ein Wendepunkt für die palästinensische Sache gewesen. Die Welt sei aufgerüttelt worden. Tatsächlich hat dieser Tag vor allem eines gezeigt. Wozu die Hamas bereit ist, wenn sie militärisch dazu in der Lage ist. Die grausamen Bilder der ermordeten Familien, der verbrannten Häuser und der verschleppten Geiseln sind kein Argument für Staatlichkeit, sondern ein Beweis für die Gefährlichkeit dieser Organisation.

Mashaal forderte außerdem, Israel international zu isolieren und zu einem Paria-Staat zu machen, vergleichbar mit dem früheren Apartheidregime in Südafrika. Diese Worte zeigen, dass es der Hamas nicht um Koexistenz geht, sondern um die Delegitimierung und letztlich die Vernichtung Israels. Genau das ist seit Jahrzehnten ihr erklärtes Ziel.

Gleichzeitig beschuldigte er Israel des Völkermords und stilisierte die Hamas zu Verteidigern einer gerechten Sache. Es ist dieselbe Propaganda, die seit Jahren in Teilen der arabischen Welt und leider auch im Westen verbreitet wird. Sie ignoriert, dass Israel sich gegen einen Gegner verteidigt, der offen die Zerstörung des jüdischen Staates fordert.

Für Israel sind Mashaals Äußerungen eine wichtige Erinnerung. Jede internationale Initiative, die darauf setzt, die Hamas könne sich in eine friedliche politische Kraft verwandeln, basiert auf Illusionen. Die Organisation bleibt, was sie immer war. Eine radikal-islamistische Bewegung, deren Identität untrennbar mit Gewalt verbunden ist.

Die aktuelle Waffenruhe mag kurzfristig Ruhe bringen und die Rückkehr von Geiseln ermöglichen. Doch ohne echte Entwaffnung und ohne einen grundlegenden Machtwechsel in Gaza wird sie nur eine Pause zwischen zwei Kriegen sein. Das wissen die israelischen Sicherheitsbehörden. Und das hat Mashaal in Doha selbst bestätigt.

Seine Rede war kein Ausrutscher, sondern ein Programm. Ein Programm, das deutlich macht, warum ein echter Frieden mit der Hamas nicht möglich ist. Solange diese Organisation bewaffnet bleibt, bleibt auch die Bedrohung für Israel bestehen.

Die internationale Gemeinschaft täte gut daran, diese Worte ernst zu nehmen. Wer weiterhin glaubt, man könne der Hamas Waffen lassen und gleichzeitig Stabilität schaffen, verschließt die Augen vor der Realität. Mashaal hat sie offen ausgesprochen.

Für Israel ist deshalb klar. Sicherheit lässt sich nicht auf Versprechen von Terrorführern bauen. Sie muss auf Abschreckung, Stärke und klarem Handeln beruhen. Alles andere wäre ein gefährlicher Selbstbetrug.

Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Trango - Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6221476

Artikel veröffentlicht am: Sonntag, 8. Februar 2026

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