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Irans unsichtbarer Mullah-Führer ruft Muslime zur Front gegen Israel auf


Mojtaba Khamenei ist seit Monaten nicht öffentlich aufgetreten. Trotzdem verbreitet das iranische Mullah-Regime weiter Botschaften in seinem Namen. Nun ruft er die Golfstaaten zur muslimischen Einheit gegen Israel und die USA auf.

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Das menschenverachtende Mullah-Regime in Teheran versucht trotz Krieg, Wirtschaftskrise und zunehmender innerer Schwäche weiter, die islamische Welt gegen Israel und die Vereinigten Staaten zu mobilisieren. In einer am Sonntag veröffentlichten schriftlichen Botschaft forderte Irans oberster Führer Mojtaba Khamenei die Herrscher der Golfstaaten auf, ihren „wahren Feind“ zu erkennen und gemeinsam gegen ihn vorzugehen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA ließ keinen Zweifel daran, wen das Regime meint: Israel und die USA. Khamenei erklärte muslimische Einheit zur religiösen Pflicht und warb für gegenseitige Verteidigung und engere Zusammenarbeit gegen gemeinsame Gegner.

Besonders bemerkenswert ist, wer diese martialische Botschaft aussendet. Mojtaba Khamenei ist seit den amerikanisch-israelischen Angriffen Ende Februar nicht mehr öffentlich aufgetreten. Sein Vater und Vorgänger Ali Khamenei wurde bei den Angriffen getötet, Mojtaba selbst nach israelischen und amerikanischen Einschätzungen schwer verletzt. Seitdem gibt es keine aktuelle öffentliche Rede, keine bestätigte aktuelle Videoaufnahme und keine Audioansprache des neuen Führers. Dennoch behauptet das Regime, Khamenei führe die Islamische Republik weiterhin aus dem Verborgenen. Reuters berichtete erst am Freitag, dass selbst innerhalb des iranischen Machtapparats Zweifel und Unsicherheit über seinen Zustand und die tatsächlichen Entscheidungsstrukturen bestehen.

Das Regime erklärt seine eigenen Opfer zu Verbündeten

Die Botschaft an die arabischen Golfstaaten ist besonders dreist. Das iranische Regime präsentiert sich nun als natürlicher Partner der Region gegen Israel und die USA, obwohl gerade Teheran seit Jahrzehnten mit Revolutionsgarden, Terrornetzwerken und bewaffneten Stellvertretern zur Destabilisierung des Nahen Ostens beiträgt. Im laufenden Krieg griff Iran zudem amerikanische Einrichtungen und Ziele in Golfstaaten an. Die Vereinigten Arabischen Emirate reagierten bereits im März öffentlich auf iranische Angriffe und machten deutlich, dass sie sich nicht einschüchtern lassen würden.

Khamenei versucht diese Realität umzudrehen. In seiner Botschaft behauptet er, die Spaltung der muslimischen Staaten spiele nur ihren Feinden in die Hände. Auch das Schicksal der Palästinenser benutzt das Regime erneut als ideologisches Werkzeug. Eine geschlossene islamische Front, so die Botschaft sinngemäß, hätte die heutige Lage verhindert. Dass Teheran Hamas, den Palästinensischen Islamischen Dschihad, die Hisbollah und andere bewaffnete Organisationen über Jahre finanziert, bewaffnet und für den eigenen regionalen Machtkampf benutzt hat, kommt in dieser Erzählung selbstverständlich nicht vor.

Die Revolutionsgarden sind dabei kein gewöhnlicher militärischer Apparat. Sie sichern die Herrschaft des Regimes im Inneren, unterdrücken Proteste und steuern zugleich Teile des iranischen Terrornetzwerks im Ausland. Die USA führen die IRGC seit Jahren als Terrororganisation, auch die Europäische Union nahm die Revolutionsgarden 2026 auf ihre Terrorliste. Wer die Golfstaaten nun zur gemeinsamen Abwehr angeblicher Feinde aufruft, spricht deshalb nicht für das iranische Volk, sondern für genau den Machtapparat, der Iraner seit Jahrzehnten mit Gefängnissen, Folter, Hinrichtungen und Gewalt unter Kontrolle hält.

Nach außen Hass, hinter den Kulissen Diplomatie

Parallel dazu versucht Außenminister Abbas Araghchi, das Regime diplomatisch aus seiner zunehmend schwierigen Lage herauszuführen. In den vergangenen Tagen führte er Gespräche mit Oman, Pakistan und Katar. Mit Oman verhandelt Teheran über einen vorläufigen Schifffahrtskorridor in der Straße von Hormus, gemeinsame Minenräumung und spätere Vereinbarungen über die Verwaltung des Seewegs. Oman bestätigte diese Gespräche offiziell.

Damit zeigt sich erneut die Doppelstrategie des Mullah-Regimes. Nach außen werden Israel und die USA als Feinde der islamischen Welt dämonisiert, während dieselbe Führung hinter den Kulissen nach Verhandlungen, wirtschaftlicher Entlastung und regionalen Abkommen sucht. Araghchi spricht von Frieden und Stabilität, während Khamenei muslimische Staaten zur Frontbildung gegen gemeinsame Feinde aufruft.

Für Israel ist daran wenig überraschend. Die Islamische Republik hat ihre Feindschaft gegen den jüdischen Staat nie als bloßen Streit über einzelne politische Entscheidungen verstanden. Die Vernichtungsrhetorik, die Unterstützung terroristischer Organisationen und der Aufbau eines regionalen Raketen- und Drohnennetzwerks gehören seit Jahrzehnten zum ideologischen Kern des Regimes.

Neu ist lediglich das Bild an der Spitze: Ein schwer verletzter Mullah-Führer, den die eigene Bevölkerung seit Monaten nicht zu Gesicht bekommt, ruft aus dem Verborgenen zur islamischen Einheit gegen Israel auf, während sein Regime wirtschaftlich unter Druck steht und gleichzeitig bei seinen Nachbarn um diplomatische Lösungen wirbt.

Das iranische Volk ist nicht dieses Regime. Millionen Iraner zahlen seit Jahrzehnten den Preis für einen islamistischen Machtapparat, der nach außen Terror exportiert und nach innen seine eigene Bevölkerung unterdrückt. Genau diese Trennung muss bei jeder Berichterstattung über Iran klar bleiben.

Autor: Redaktion
Bild Quelle: KI-generierte Illustration / haOlam.de

Artikel veröffentlicht am: Sonntag, 30. August 2026

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