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Trump: Khamenei lebt, aber seine linke Körperhälfte ist schwer verletzt


Seit Monaten hält Teheran seinen Obersten Führer praktisch verborgen. Nun nennt Donald Trump erstmals konkrete Verletzungen: Mojtaba Khamenei sei am Leben, aber an Arm und Bein schwer getroffen worden.

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Das iranische Regime hält Mojtaba Khameneis tatsächlichen Gesundheitszustand seit Monaten unter Verschluss. Nun hat US-Präsident Donald Trump erstmals konkrete Angaben zu den Verletzungen des Obersten Führers gemacht. Khamenei sei seiner Einschätzung nach nicht tot, erklärte Trump in einem Interview mit dem Radiomoderator Glenn Beck. Er sei jedoch bei den Angriffen zu Beginn des Krieges sehr schwer verletzt worden.

„Ich glaube nicht, dass er tot ist“, sagte Trump. Besonders die linke Seite seines Körpers sei schwer getroffen worden. Trump nannte ausdrücklich Arm und Bein und sprach von erheblichen Verletzungen der gesamten linken Körperhälfte.

Eine unabhängige Bestätigung für diese konkreten Angaben liegt nicht vor. Sie passen jedoch zu Berichten, die bereits seit dem Frühjahr über Khameneis Zustand kursieren. Reuters berichtete im April unter Berufung auf mit seinem Umfeld vertraute Quellen von schweren und entstellenden Verletzungen. Demnach erlitt Khamenei erhebliche Verletzungen an einem Bein sowie im Gesicht, blieb nach Darstellung der Quellen jedoch geistig klar und an wichtigen Entscheidungen beteiligt.

Trump ging nun noch weiter und griff ausdrücklich die Inszenierung des Regimes an. Teheran erwecke ständig den Eindruck, Regierungsvertreter müssten zu Khamenei zurückkehren und seine endgültige Zustimmung zu Entscheidungen einholen. Sollte Khamenei tatsächlich tot sein, spiele das Regime diese Rolle nach Trumps Worten ausgesprochen überzeugend.

Damit bleibt genau die Frage bestehen, die Iran seit Monaten nicht glaubwürdig beantwortet: In welchem Zustand befindet sich der Mann, der offiziell die höchste politische und religiöse Autorität der Islamischen Republik besitzt?

15 Sekunden Video haben die Zweifel nicht beseitigt

haOlam hatte bereits am 10. August über den ungewöhnlichen Umgang Teherans mit seinem Obersten Führer berichtet. Damals veröffentlichte die iranische Nachrichtenagentur Mehr einen weniger als 15 Sekunden langen Videoclip, der Mojtaba Khamenei zeigen sollte. Das Material enthielt jedoch weder einen überprüfbaren Aufnahmeort noch ein Aufnahmedatum. Damit ließ sich nicht feststellen, ob die Sequenz tatsächlich seinen damaligen Gesundheitszustand zeigte.

Die Zweifel sind seitdem eher größer geworden.

The Atlantic berichtete am Dienstag, dass Khamenei auch fast sechs Monate nach seinem Aufstieg zum Obersten Führer keinen eindeutig zeitgenössischen öffentlichen Auftritt absolviert habe. Es gebe weiterhin kein zweifelsfrei aktuelles Foto, Video oder längeres Audiomaterial, das seinen Zustand unabhängig erkennen lasse. Selbst ranghohe Vertreter des Regimes sollen eingeräumt haben, ihn nicht persönlich gesehen zu haben.

Besonders auffällig war sein Fehlen bei einer großen Gedenkveranstaltung für seinen getöteten Vater Ali Khamenei. Mojtaba galt offiziell als Gastgeber, erschien aber selbst nicht. Mehrere andere Angehörige der Familie und Spitzenpolitiker waren dagegen anwesend.

Das lässt sich mit Sicherheitsvorkehrungen erklären. Nachdem Ali Khamenei am 28. Februar bei den amerikanisch-israelischen Angriffen getötet worden war und Mojtaba bei denselben Angriffen schwer verletzt wurde, dürfte das Regime jedes Risiko einer Ortung vermeiden wollen.

Doch Sicherheitsgründe erklären nicht, warum Teheran selbst nach Monaten keinen längeren, eindeutig datierbaren Auftritt seines Staatsoberhauptes präsentieren kann.

Prothese, Verbrennungen und Kommunikation über Kuriere

Noch drastischer waren die Informationen, die bereits im April bekannt wurden. Nach einem Bericht der New York Times, der sich auf mehrere hochrangige iranische Quellen stützte, soll eines von Khameneis Beinen mehrfach operiert worden sein. Er habe auf die Anpassung einer Prothese gewartet. Auch eine Hand sei operiert worden und habe ihre Funktionsfähigkeit erst allmählich zurückgewonnen.

Hinzu kamen dem Bericht zufolge schwere Verbrennungen im Gesicht und an den Lippen. Diese sollen das Sprechen erheblich erschwert haben und weitere plastische Operationen erforderlich machen.

Das würde erklären, weshalb Teheran zwar schriftliche Botschaften im Namen Khameneis veröffentlicht, aber kaum aktuelles Ton- oder Bildmaterial vorlegt.

Noch außergewöhnlicher ist die Art, wie Khamenei nach diesen Berichten kommuniziert. Um elektronische Überwachung und damit die Entdeckung seines Aufenthaltsortes zu verhindern, sollen Botschaften teilweise handschriftlich und über ein mehrstufiges Kuriernetz transportiert werden. Selbst hochrangige Funktionäre hätten nur eingeschränkten direkten Zugang.

Damit regiert die Islamische Republik offiziell unter einem Obersten Führer, der seit einem halben Jahr kaum öffentlich sichtbar ist, dessen Stimme die Bevölkerung praktisch nicht hört und dessen tatsächlicher Einfluss von außen nur schwer überprüft werden kann.

Trumps neue Angaben beseitigen diese Unsicherheit nicht. Sie sprechen jedoch gegen die zuletzt verstärkt kursierende Theorie, Khamenei sei bereits tot.

Der Präsident formulierte ausdrücklich vorsichtig: Er glaube nicht, dass Khamenei gestorben sei. Das ist keine amtliche medizinische Bestätigung. Bemerkenswert ist vielmehr, wie detailliert Trump gleichzeitig über die Verletzungen an der linken Körperhälfte sprach.

Trump widerspricht auch der Erwartung einer schnellen Volkserhebung

Im selben Interview wurde Trump gefragt, weshalb die iranische Bevölkerung trotz der massiven Schwächung des Regimes bislang nicht in großer Zahl auf die Straßen gegangen sei.

Seine Antwort unterschied sich deutlich von der Vorstellung, die Iraner müssten lediglich den richtigen Moment für einen Aufstand nutzen.

Man könne von Menschen kaum erwarten, gegen ein Regime zu demonstrieren, das bereit sei, auf sie zu schießen. Trump verwies auf Scharfschützen und Maschinengewehre und beschrieb, wie schnell selbst riesige Demonstrationen auseinanderbrechen könnten, wenn Sicherheitskräfte mehrere Teilnehmer erschießen.

Damit benennt Trump einen wesentlichen Unterschied zwischen Unzufriedenheit und der Möglichkeit zum offenen Widerstand.

Dass große Teile der iranischen Bevölkerung das islamistische Regime ablehnen oder tiefes Misstrauen gegen seine Führung hegen, bedeutet nicht automatisch, dass Menschen bereit sind, unbewaffnet gegen Revolutionsgarden, Basij-Milizen und andere Sicherheitsorgane anzutreten.

Ein Regime kann politisch geschwächt und gesellschaftlich verhasst sein und dennoch über genügend Gewalt verfügen, um seine Bevölkerung einzuschüchtern.

Genau darauf setzt Teheran seit Jahrzehnten.

Trump zeigte sich dennoch überzeugt, dass die militärische Auseinandersetzung zugunsten der Vereinigten Staaten ausgehen werde. Er behauptete, Irans militärische Fähigkeiten seien weitgehend zerstört worden, und stellte einen baldigen amerikanischen Sieg in Aussicht. Diese Bewertung ist eine politische und militärische Einschätzung des US-Präsidenten und nicht mit der Feststellung gleichzusetzen, das iranische Regime stehe unmittelbar vor dem Zusammenbruch.

Die neue Aussage über Mojtaba Khamenei ist deshalb vor allem aus einem anderen Grund bedeutsam.

Sie liefert ein weiteres Puzzleteil zu einem Vorgang, den Teheran seit Monaten mit Geheimhaltung, kurzen Videos und schriftlichen Erklärungen verdeckt. Der Mann an der Spitze der Islamischen Republik ist nach Trumps Darstellung nicht tot.

Aber der Krieg hat ihn offenbar wesentlich schwerer getroffen, als das Regime seine Bevölkerung sehen lassen will.

Autor: Redaktion
Bild Quelle: KI-generierte Illustration / haOlam.de

Artikel veröffentlicht am: Mittwoch, 26. August 2026

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