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Irans Parlamentschef spricht von Weltkrieg und kündigt weitere Raketenangriffe an


Teheran erklärt den Krieg zur langfristigen Auseinandersetzung. Raketen sollen weiter abgefeuert werden, während Iran auf Unterstützung seiner Verbündeten setzt.

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Die Rhetorik aus Teheran wird deutlich schärfer. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärt öffentlich, der Iran befinde sich in einem „großen Weltkrieg“. Gleichzeitig kündigt er an, dass die Raketenangriffe nicht eingestellt werden.

Diese Aussagen sind mehr als politische Kommunikation nach innen. Sie geben einen Einblick in die strategische Haltung der iranischen Führung in diesem Krieg. Ghalibaf wirft den Vereinigten Staaten vor, öffentlich Gesprächsbereitschaft zu signalisieren, während im Hintergrund militärische Schritte vorbereitet würden.

Konkret behauptet er, Washington spreche von Verhandlungen, plane jedoch gleichzeitig eine Bodenoperation. Seine Botschaft ist klar formuliert: Iran erwarte ein solches Vorgehen und sei darauf vorbereitet. Die eigenen Streitkräfte warteten darauf, dass amerikanische Truppen den Iran betreten.

Gleichzeitig macht Ghalibaf deutlich, dass die militärischen Angriffe fortgesetzt werden sollen. Wörtlich erklärt er, dass die Raketenstarts weitergehen und die Entschlossenheit des Landes sogar gewachsen sei. Diese Aussage ist vor dem Hintergrund der bisherigen Angriffe relevant. Seit Beginn des Krieges feuert Iran wiederholt ballistische Raketen auf Israel und andere Ziele in der Region.

Die Aussagen gehen jedoch über den direkten Konflikt hinaus. Ghalibaf verweist ausdrücklich auf die Rolle verbündeter Gruppen. Die Hisbollah im Libanon beschreibt er als wichtigen Bestandteil der militärischen Front. Auch Kräfte im Irak sowie die Huthi im Jemen werden als aktive Akteure genannt.

Damit zeichnet die iranische Führung ein Bild eines regionalen Krieges mit mehreren Fronten. Israel, die USA und deren Verbündete stehen dabei einer Allianz gegenüber, die sich über mehrere Länder erstreckt und unterschiedliche militärische Mittel einsetzt.

Die Verwendung des Begriffs „Weltkrieg“ ist dabei bewusst gewählt. Sie soll die Dimension des Konflikts betonen und gleichzeitig die eigene Bevölkerung auf eine längere Auseinandersetzung einstellen. Ghalibaf spricht ausdrücklich von einem langen, schwierigen und komplexen Weg.

Ebenso eindeutig ist die Zielsetzung. Ein Ende des Krieges komme für Iran nur unter der Bedingung eines Sieges in Betracht. Gleichzeitig kündigt er an, dass Gegner die Stärke Irans spüren sollen.

Diese Aussagen haben unmittelbare Bedeutung für die weitere Entwicklung. Sie zeigen, dass die iranische Führung derzeit nicht auf Deeskalation setzt, sondern auf Fortsetzung und Ausweitung der militärischen Aktivitäten.

Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Tasnim News Agency, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=182607101

Artikel veröffentlicht am: Montag, 30. März 2026

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