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Russland evakuiert 164 Mitarbeiter aus Buschehr und kritisiert Israels Angriffe auf iranische Anlagen


Moskau zieht Personal aus dem Atomstandort ab und warnt vor Risiken durch Angriffe auf iranische Infrastruktur. Die Reaktion fällt ungewöhnlich deutlich aus.

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Der Krieg zwischen Israel und dem Iran führt zu einer direkten Reaktion aus Russland. Die Regierung in Moskau bestätigt die Evakuierung von 164 Mitarbeitern aus dem Atomkraftwerk Buschehr im Süden Irans.

Die Arbeiter gehören zum staatlichen russischen Konzern Rosatom, der an dem Kraftwerk beteiligt ist. Der Abtransport erfolgt über Armenien. Die Evakuierten werden über den Grenzübergang Norduz Agarak nach Jerewan gebracht und von dort nach Moskau ausgeflogen.

Insgesamt hat Russland nach eigenen Angaben seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen 327 Personen aus der Region ausgeflogen. Neben russischen Staatsbürgern betrifft das auch Menschen aus Belarus, Tadschikistan und Usbekistan. Gleichzeitig wird die Personalstärke am Standort Buschehr deutlich reduziert.

Auslöser dieser Maßnahmen sind israelische Angriffe auf mehrere Standorte im Iran. Nach russischen Angaben wurden dabei unter anderem eine Schwerwasseranlage in Khondab sowie eine Anlage zur Uranverarbeitung in Ardakan getroffen. Zudem seien Angriffe im Umfeld von Buschehr gemeldet worden.

Russland äußert sich dazu ungewöhnlich scharf. Das Außenministerium bezeichnet die Angriffe als inakzeptabel und wirft Israel sowie den Vereinigten Staaten vor, die Lage bewusst zu verschärfen.

Konkret verweist Moskau auf das Risiko, dass durch Angriffe auf solche Anlagen radioaktive Stoffe freigesetzt werden könnten. Diese Einschätzung wird als reale Gefahr dargestellt, ohne dass konkrete Schäden an Buschehr bestätigt werden.

Die russische Regierung fordert ein sofortiges Ende der Angriffe und verlangt eine klarere Position internationaler Organisationen, insbesondere der Internationalen Atomenergiebehörde.

Auf iranischer Seite wird erklärt, dass es keine Schäden am Kraftwerk und keine Verletzten gegeben habe. Diese Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Kremlin.ru, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=55390599

Artikel veröffentlicht am: Samstag, 28. März 2026

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