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Irans Führer droht US Flotte mit Vernichtung und kündigt weiteren Aufrüstungskurs an


Khamenei spricht offen davon, amerikanische Kriegsschiffe auf den Meeresgrund zu schicken. Seine Worte zeigen, dass Teheran nicht auf Deeskalation setzt, sondern auf Abschreckung und Konfrontation.

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Irans oberster Führer Ali Khamenei hat den Vereinigten Staaten in ungewöhnlich direkter Form mit militärischer Zerstörung gedroht und damit erneut die aggressive Haltung des Regimes unterstrichen. In einer öffentlichen Erklärung erklärte er, selbst die stärkste Militärmacht der Welt könne so hart getroffen werden, dass sie sich nicht mehr erholen würde. Besonders deutlich wurde seine Botschaft mit Blick auf die amerikanische Marine. Ein Kriegsschiff sei zwar gefährlich, sagte er, doch gefährlicher sei die Waffe, die es auf den Meeresgrund schicken könne. Diese Worte sind nicht nur rhetorische Provokation, sondern ein bewusstes Signal in einem Moment wachsender Spannungen zwischen Teheran und Washington.

Auslöser der Drohung ist die Entsendung amerikanischer Flugzeugträger in die Region. Für Iran ist die Präsenz dieser Schiffe ein Zeichen militärischen Drucks. Für die Vereinigten Staaten ist sie Teil einer Abschreckungsstrategie, die verhindern soll, dass Iran seine Macht weiter ausdehnt oder seine militärischen Programme beschleunigt. Khamenei reagierte darauf mit einer Mischung aus Drohung und Selbstinszenierung. Er stellte sein Land als Opfer amerikanischer Einmischung dar und behauptete zugleich, Iran verfüge über die Fähigkeit, amerikanische Streitkräfte schwer zu treffen.

Besonders deutlich wurde seine Haltung beim Thema Raketen. Khamenei lehnte jede Einschränkung des iranischen Raketenprogramms kategorisch ab. Ohne solche Waffen, erklärte er, würde sein Land von seinen Feinden zerstört werden. Diese Aussage ist zentral für das strategische Denken des Regimes. Raketen sind nicht nur ein militärisches Instrument, sondern ein politisches Werkzeug. Sie ermöglichen es Iran, Macht über große Entfernungen auszuüben und seine Gegner unter Druck zu setzen, ohne direkt einen offenen Krieg zu führen.

Auch beim Atomprogramm blieb Khamenei bei der bekannten Linie. Er bezeichnete die Entwicklung von Atomenergie als Recht seines Landes und bestritt erneut jede militärische Absicht. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, dass Irans Atomprogramm weit über zivile Anwendungen hinaus politische Bedeutung besitzt. Für Israel ist dieses Programm eine existenzielle Bedrohung. Die Kombination aus nuklearer Fähigkeit und einem Regime, das offen zur Zerstörung Israels aufruft, verändert das strategische Gleichgewicht im Nahen Osten grundlegend.

Die Drohungen Khameneis müssen deshalb im größeren Kontext gesehen werden. Sie richten sich nicht nur gegen die Vereinigten Staaten, sondern auch indirekt gegen Israel und andere Staaten der Region. Iran versucht, Stärke zu demonstrieren und seine Gegner abzuschrecken. Diese Strategie basiert auf der Annahme, dass Entschlossenheit und militärische Macht politischen Einfluss sichern können.

Für Israel sind solche Aussagen eine Erinnerung daran, dass die Bedrohung durch Iran nicht theoretisch ist. Sie wird offen ausgesprochen. Israel hat in den vergangenen Jahren immer wieder betont, dass es nicht zulassen wird, dass Iran militärische Fähigkeiten entwickelt, die seine Existenz gefährden. Die Worte des iranischen Führers bestätigen, dass diese Sorge begründet ist.

Gleichzeitig zeigen die Drohungen, wie angespannt die Lage in der Region bleibt. Jede militärische Bewegung, jede politische Entscheidung kann weitreichende Folgen haben. Die Präsenz amerikanischer Streitkräfte, die militärischen Programme Irans und die Sicherheitsinteressen Israels sind Teil eines komplexen Gleichgewichts, das jederzeit ins Wanken geraten kann.

Die Erklärung Khameneis ist deshalb mehr als eine Provokation. Sie ist ein Ausdruck der strategischen Realität im Nahen Osten. Ein Regime, das seine Macht auf militärische Stärke und ideologische Konfrontation stützt, wird seine Drohungen nicht leichtfertig aufgeben. Für Israel und seine Verbündeten bedeutet dies, wachsam zu bleiben und sich auf eine Zukunft vorzubereiten, in der Abschreckung weiterhin eine zentrale Rolle spielt.

Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Khamenei.ir, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=141074394

Artikel veröffentlicht am: Mittwoch, 18. Februar 2026

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