Hamas-Delegation koordiniert in Doha mit Irans Sicherheitsrat ihr weiteres Vorgehen im Gaza-Konflikt
Hamas sucht in Doha nicht nur Gesprächspartner, sondern finanzielle und strategische Rückendeckung bei einem der Hauptfinanziers ihrer Terroraktivitäten. Iran liefert Geld und Einfluss, während die Terrororganisation ihre Front gegen Israel neu justiert.

Eine hochrangige Delegation der Terrororganisation Hamas ist am Mittwoch in der katarischen Hauptstadt Doha mit Ali Larijani, dem Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates der Islamischen Republik Iran, zusammengetroffen. Ziel des Treffens war nach Hamas-Angaben die „Besprechung aktueller Entwicklungen in der Region und der Lage im Gazastreifen“. Dabei präsentierte Hamas-Vertreter Muhammad Ismail Darwish eine Einschätzung der „humanitären Krise“ in Gaza und warf Israel vor, Waffenstillstandsvereinbarungen zu verletzen. Gleichzeitig bekräftigte er die Verpflichtung der Organisation, den Waffenstillstand fortzusetzen und eine Wiederaufnahme der Kämpfe zu verhindern.
Diese offizielle Fassung verdeckt, was hinter den Kulissen abläuft: Hier treffen sich keine neutralen Vermittler, sondern eine islamistische Terrororganisation mit einem Staat, der sie seit Jahrzehnten finanziell und logistisch unterstützt. Iran gilt als einer der wichtigsten Geldgeber und Ausrüster der Hamas ein Regime, dessen Führung offen feindlich gegenüber dem Staat Israel steht und dessen Sicherheitsapparat direkt in die Strategie der „Achse des Widerstands“ eingebunden ist.
Iran bleibt zentraler Unterstützer von Terrornetzwerken
Die Unterstützung durch Teheran für Hamas ist keine diplomatische Geste, sondern ein strategisches Investment in einen langjährigen Partner im Kampf gegen Israel. Iran versorgt militant ausgerichtete Gruppen wie die Hamas nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern auch mit Ausbildung, Ausrüstung und politischer Rückendeckung. Diese Beziehungen haben sich über Jahre verfestigt und sind Teil einer größeren regionalen Strategie Teherans, seine Einflusssphäre durch proxy-Netzwerke auszudehnen. In Doha bestätigte Larijani laut iranischen Angaben, dass sein Land die „palästinensische Sache“ weiterhin unterstützt.
Hamas selbst nutzte das Treffen, um Solidarität mit Iran zu betonen und jede feindliche Aktion gegen iranisches Territorium zu verurteilen, wobei das Statement den Schulterschluss mit dem Regime unterstrich. Das dient zwei Zwecken: Zum einen signalisiert die Hamas Loyalität gegenüber ihrem größten Unterstützer, zum anderen stärkt Iran seine Position als unverzichtbarer Akteur im Nahostkonflikt auch gegenüber den USA, die parallel Gespräche über andere regionale Fragen führen.
Hamas-Strategie: Kein Rückzug, sondern Neupositionierung
Trotz massiver Verluste und des Todes vieler Führungsfiguren im Rahmen des Gaza-Kriegs bleibt die Hamas handlungsfähig. Der Mann, der in Doha sprach, Muhammad Ismail Darwish, ist nicht irgendein Funktionär: Er steht an der Spitze des Schura-Rates der Bewegung und war maßgeblich für den Aufbau und die Verbindung zwischen Hamas und ihren Geldgebern verantwortlich. Er lebt in Doha und ist eine Schlüsselfigur in der Organisation, die nach wie vor klar auf Konfrontation ausgerichtet ist.
Indem die Hamas ihre Strategie in Abstimmung mit dem iranischen Sicherheitsapparat plant, sendet sie zwei Botschaften: Erstens, sie versucht ihre internationale Legitimation zu stärken, indem sie sich als unentbehrlicher Akteur in regionalen Sicherheitsfragen inszeniert. Zweitens, sie signalisiert, dass sie nicht zur politischen Niederlage bereit ist, sondern im Gegenteil weiter an Einfluss gewinnen will gestützt durch einen protektorhaften Teheran.
Bedeutung für Israel
Für Israel bleibt diese Allianz gefährlich: Eine Terrororganisation, die von einem regionalen Gegner mit Milliardenbeträgen unterstützt wird, hat nicht nur logistische Stärke, sie hat auch politische Rückendeckung. Die Kooperation zwischen Hamas und Iran zeigt, dass die Frontlinie nicht nur geografisch im Gazastreifen verläuft, sondern politisch und ideologisch weit darüber hinaus. Israel steht weiterhin einer regional vernetzten Achse gegenüber, die seinen Fortbestand und seine Sicherheit in Frage stellt und die Konflikte im Nahen Osten verschärft.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Khamenei.ir, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=176646228
Artikel veröffentlicht am: Freitag, 13. Februar 2026