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Schweizer Kommentator beschuldigt israelischen Olympia Sportler des Genozids


Vor Millionen Zuschauern wird ein israelischer Athlet öffentlich diffamiert und als Unterstützer eines angeblichen Völkermords dargestellt. Der Vorfall zeigt, wie tief die Hetze gegen Israel inzwischen selbst den olympischen Sport erreicht hat.

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Der olympische Traum eines israelischen Sportlers wurde von einem politischen Angriff überschattet, der weit über den Wettkampf hinausgeht. Adam Edelman, Mitglied der israelischen Bobmannschaft, schrieb Geschichte mit der Teilnahme an den Winterspielen, doch während der Live Übertragung entschied sich ein Kommentator des Schweizer Senders RTS, ihn nicht als Athleten, sondern als angeblichen Unterstützer eines Genozids darzustellen. Vor laufender Kamera behauptete der Sprecher, Edelman habe den Krieg Israels unterstützt und damit einen angeblichen Völkermord befürwortet. Diese Worte trafen nicht nur einen einzelnen Sportler, sondern griffen die Legitimität Israels selbst an.

Edelman steht stellvertretend für ein kleines Team, das ohne große finanzielle Mittel und ohne breite internationale Unterstützung den Weg zu den Olympischen Spielen geschafft hat. Seine Teilnahme ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit und eines tiefen persönlichen Engagements. Statt diesen sportlichen Erfolg zu würdigen, wurde seine Identität als Israeli zum Anlass für eine politische Attacke. Der Kommentator stellte seine Teilnahme sogar indirekt infrage und zog einen Vergleich zu Sanktionen gegen russische Sportler, um Zweifel an seiner Berechtigung zu säen. Damit wurde ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen, in dem ein Sportler nicht nach Leistung beurteilt wird, sondern nach seiner nationalen Zugehörigkeit.

Edelman selbst reagierte mit bemerkenswerter Zurückhaltung. Er erklärte, dass er dem Kommentator nicht die Aufmerksamkeit geben wolle, die dieser offenbar suche. Diese Reaktion zeigt die Würde eines Sportlers, der versteht, dass seine eigentliche Antwort auf der sportlichen Bühne liegt. Doch die Bedeutung des Vorfalls reicht über persönliche Würde hinaus. Israels Sportminister bezeichnete die Äußerungen als inakzeptabel und forderte eine klare Verurteilung. Auch das israelische Olympische Komitee verlangte eine Entschuldigung und stellte klar, dass Edelman alle Voraussetzungen für die Teilnahme erfüllt und jeder Versuch, etwas anderes zu behaupten, unbegründet ist.

Der Vorfall ist kein isoliertes Ereignis. Er ist Teil einer wachsenden Entwicklung, in der Israel und seine Bürger zunehmend auch im internationalen Sport zur Zielscheibe werden. Die Olympischen Spiele waren lange ein Symbol für Einheit und Fairness, ein Ort, an dem politische Konflikte zumindest für einen Moment in den Hintergrund traten. Doch diese Grenze beginnt zu verschwinden. Wenn ein israelischer Athlet öffentlich beschuldigt wird, einen Genozid zu unterstützen, wird der Sport selbst zum Instrument politischer Delegitimierung.

Für Israel ist diese Entwicklung besonders schmerzhaft. Sport ist eine der wenigen Arenen, in denen sich ein kleines Land auf Augenhöhe mit der Welt messen kann. Jeder israelische Athlet trägt nicht nur seine persönliche Geschichte, sondern auch die seines Landes. Wenn diese Athleten angegriffen werden, wird nicht nur ihre Leistung infrage gestellt, sondern ihre Existenz als Vertreter Israels.

Der Fall Edelman zeigt, wie wichtig es ist, diese Grenze zu verteidigen. Der olympische Gedanke basiert auf Respekt und Gleichheit. Wenn dieser Grundsatz verloren geht, verliert der Sport seine Seele. Israelische Athleten verdienen es, nach ihren Leistungen beurteilt zu werden, nicht nach politischen Narrativen, die ihnen von außen aufgezwungen werden. Edelmans Teilnahme ist ein Sieg des Sports über die Ausgrenzung. Doch die Reaktion auf ihn zeigt, wie hart dieser Weg geworden ist.

Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild: By Jorge Ravenna - Jorge Ravenna via e mail, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=183950974

Artikel veröffentlicht am: Dienstag, 17. Februar 2026

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