Bennett und Lapid stellen sich geschlossen hinter Angriff auf Iran
Seltene Einigkeit in Israels Führung. Regierung und Opposition unterstützen die Militäraktion gemeinsam und senden ein klares Signal an den Iran und die Welt.

Inmitten der laufenden Militäraktion gegen den Iran zeigt sich in Israel eine politische Geschlossenheit, wie sie selbst in Zeiten existenzieller Bedrohung selten ist. Naftali Bennett, ehemaliger Ministerpräsident und einer der wichtigsten politischen Rivalen von Benjamin Netanjahu, erklärte öffentlich seine volle Unterstützung für die Operation „Am K’Lavi“ und stellte sich demonstrativ hinter Regierung, Armee und Premierminister.
Bennett erklärte, das gesamte Volk Israels stehe hinter der Armee und der politischen Führung, bis die iranische Bedrohung beseitigt sei. Diese Aussage wiegt politisch schwer, denn Bennett gehört zu den schärfsten Kritikern Netanjahus und gilt als zentraler Gegner bei kommenden Wahlen. Seine Unterstützung zeigt, dass die militärische Konfrontation mit dem Iran in Israel nicht als parteipolitische Frage gesehen wird, sondern als nationale Notwendigkeit.
Bennett richtete seinen Blick nicht nur auf Israel, sondern auch auf die Bevölkerung im Iran. Er erklärte, dass die Menschen dort eine historische Gelegenheit hätten, sich von einem gewalttätigen und korrupten Regime zu befreien. Gleichzeitig dankte er dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump für dessen Unterstützung und bezeichnete dessen Haltung als Ausdruck außergewöhnlicher Entschlossenheit.
Noch bedeutsamer für die innenpolitische Lage ist die Position von Oppositionsführer Yair Lapid. Der frühere Ministerpräsident und Vorsitzende der größten Oppositionspartei stellte ebenfalls klar, dass Israel in diesem Krieg geschlossen handelt.
Lapid erklärte in einer Videobotschaft, er habe internationalen Medien ausdrücklich gesagt, dass es keine politischen Differenzen über den Krieg gebe. Israel stehe vereint hinter den Piloten, den Soldaten und allen Sicherheitskräften.
Er bezeichnete den Militäreinsatz als gerechtfertigt und machte deutlich, dass Israel keine Wahl gehabt habe. Israel sei in diesen Krieg gezwungen worden und werde ihn gewinnen, erklärte Lapid.
Diese Aussagen sind von historischer Bedeutung, weil sie zeigen, dass selbst die härtesten innenpolitischen Gegner in Israel in diesem Moment zusammenstehen. In normalen Zeiten sind die politischen Fronten in Jerusalem tief gespalten. Doch angesichts der direkten militärischen Bedrohung durch den Iran tritt dieser Konflikt in den Hintergrund.
Die politische Botschaft ist eindeutig. Der Iran steht nicht einer einzelnen Regierung gegenüber, sondern einem gesamten Staat, dessen politische Führung und dessen Bevölkerung sich in einer zentralen Sicherheitsfrage einig sind.
Für Israels Gegner bedeutet diese Einigkeit, dass sie nicht auf interne politische Schwäche setzen können. Für Israels Bevölkerung bedeutet sie, dass die politische Führung ihre Verantwortung erkennt und gemeinsam handelt.
In Kriegszeiten ist politische Geschlossenheit mehr als ein Symbol. Sie ist ein strategischer Faktor. Und genau dieses Signal sendet Israel in diesen Stunden an seine Feinde und an die Welt.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Itzhak Harari / Knesset Archives, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=156038871
Artikel veröffentlicht am: Sonntag, 1. März 2026