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Israel trifft 30 Spitzenführer Irans 30 Bomben erschüttern Chameneis Machtzentrum


Der erste Angriff zielte direkt auf die Führung des Regimes. Der Komplex des obersten Führers wurde mit 30 Bomben getroffen, zahlreiche der wichtigsten Männer der iranischen Machtstruktur standen auf der Zielliste.

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Israels erste Angriffswelle im Iran richtete sich nach vorliegenden Informationen gegen etwa 30 zentrale Führungsfiguren des Regimes und der militärischen Kommandostruktur. Im Zentrum stand Ali Chamenei, der Mann, der seit Jahrzehnten den Kurs der Islamischen Republik bestimmt und die strategische Linie vorgibt, die Israels Vernichtung offen zum Ziel erklärt. Auf seinen stark gesicherten Komplex wurden etwa 30 Bomben abgeworfen. Satellitenaufnahmen zeigen schwere Schäden, eingestürzte Gebäude und ein zerstörtes Machtzentrum, das bis zu diesem Moment als uneinnehmbar galt.

Chamenei befand sich nach israelischen Erkenntnissen während des Angriffs im Komplex und hielt sich unterirdisch auf. Ob er überlebt hat, ist weiterhin nicht bestätigt. Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, dass die Anzeichen wachsen, dass auch Chamenei eliminiert wurde, während Irans Außenminister Abbas Araghchi erklärte, Chamenei sei „soweit er wisse“ am Leben. Gleichzeitig gehen israelische Einschätzungen davon aus, dass hochrangige Figuren der militärischen und politischen Führung getroffen wurden, darunter der Kommandeur der Revolutionsgarden Mohammad Pakpour und der Verteidigungsminister Aziz Nasirzadeh. Auch Präsident Masoud Pezeshkian gehörte zu den Zielen der Operation, ebenso wie der Armeechef Abdolrahim Mousavi, der Sicherheitsfunktionär Ali Larijani, der Al Quds Kommandeur Esmail Qaani und der für das Raketenarsenal verantwortliche Majid Mousavi. Ali Shamkhani, eine der zentralen Figuren des iranischen Sicherheitsapparates, wurde ebenfalls angegriffen und soll nach unbestätigten Berichten getötet worden sein.

Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf Mojtaba Chamenei, den Sohn des obersten Führers. Er galt als möglicher Nachfolger und als Garant für die Fortsetzung der bisherigen Linie. Israelische Berichte gehen davon aus, dass auch er getroffen wurde. Sollte sich dies bestätigen, würde es nicht nur eine militärische, sondern eine historische Zäsur bedeuten, weil damit die geplante Kontinuität der Macht erschüttert wäre.

Die Dimension dieses Angriffs liegt nicht allein in der Zahl der Bomben oder der Namen der Ziele. Sie liegt in der Botschaft. Israel hat nicht am Rand angesetzt, sondern im Zentrum. Nicht an den äußeren Strukturen, sondern am innersten Kreis. Das iranische Regime hatte über Jahre hinweg Raketen produziert, Milizen bewaffnet und seine militärische Reichweite ausgebaut, während es gleichzeitig offen erklärte, Israel zerstören zu wollen. Die Entscheidung, genau diese Führung zu treffen, ist Ausdruck der israelischen Strategie, die Bedrohung dort zu stoppen, wo sie entsteht.

Während in Teheran die Schäden sichtbar sind, bleibt die Lage innerhalb der iranischen Führung unklar. Der Zustand mehrerer Schlüsselpersonen ist unbekannt, Kommunikationswege sind unterbrochen und selbst offizielle Stellen geben nur begrenzte Informationen preis. Für Israel ist dieser Schlag mehr als ein militärischer Erfolg. Er ist der Versuch, die Struktur eines Regimes zu erschüttern, das seine militärische Macht über Jahre hinweg systematisch aufgebaut hat.

Die kommenden Tage werden zeigen, welche Folgen dieser Angriff für die Stabilität des iranischen Machtapparates hat. Doch eines steht bereits fest: Mit dem Angriff auf etwa 30 Führungsziele und dem Abwurf von etwa 30 Bomben auf den Komplex des obersten Führers hat Israel eine Grenze überschritten, die zuvor als unantastbar galt. Die Führung des Iran selbst ist zum direkten Ziel geworden.

Autor: Bernd Geiger
Bild Quelle: By Khamenei.ir, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=182538663

Artikel veröffentlicht am: Samstag, 28. Februar 2026

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